Die Wirbelsäule - das tragende Element

Die Wirbelsäule ist das zentrale tragende Organ des Menschen. Sie hält ihn aufrecht und verbindet die verschiedenen Skelettteile unseres Körpers miteinander. 24 Wirbel und 23 Bandscheiben zählt sie. Die Wirbelsäule ist also ein kompliziertes und empfindliches Element, dennoch ist sie extrem stabil und kann große Lasten aushalten.

Eine der häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen ist unsere moderne Lebensweise, die mit Bewegungsmangel und Fehlhaltungen am Arbeitsplatz einhergeht. Aber auch sportlich aktive Menschen können plötzlich, etwa durch einen Bandscheibenvorfall, starke, stechende oder lähmende Rücken- bzw. Rücken-Beinschmerzen bekommen. Rückenschmerzen sind immer unangenehm, manchmal unerträglich und zum Teil verhindern sie jede Bewegung. Insofern haben sie natürlich großen Einfluss auf die Lebensqualität. Schätzungsweise 80 Prozent aller Deutschen leiden heutzutage zumindest einmal im Leben unter Beschwerden an der Wirbelsäule.

Zu den Hauptursachen spezifischer Rückenschmerzen gehören vor allem Erkrankungen des Bewegungsapparates wie:

  • Bandscheibenvorfall
  • Verengung des Spinalkanals (Spinalkanalstenose)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Osteomalazie (Knocherweichung)
  • Scheuermann-Erkrankung
  • Skoliose
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthese)
  • Iliosakralgelenkssyndrom
  • Chronisch-entzündliche Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen (Spondyloarthritiden), darunter auch Morbus Bechterew
  • Entzündungen von Wirbeln, Bandscheiben oder Nervenwurzeln bei Infektionen mit Bakterien oder Viren
  • Stoffwechselbedingte Knochenerkrankungen
  • Tumoren

So vielfältig wie die Ursachen sind mittlerweile aber auch die Behandlungsmöglichkeiten.

Bei einigen Patienten ist eine Operation sinnvoll, bei anderen eine konservative Therapie. Die Entscheidung, welche Therapie die individuell sinnvollste ist, wird im interdisziplinären Team besprochen und entschieden, um Ihnen als Patient die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen.