Unser ökologischer Fußabdruck

Transparenz, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit - mit diesen Zielen gehen wir das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen an.

Klimaschutz - Wir zeigen unsere Zahlen

Ressourcen schonen bei gleichzeitig maximaler Sicherheit für unsere Kliniken und unsere Patienten - in diesem Spannungsfeld gilt es, sinnvolle und nutzbringende Innovationen zum Umweltschutz umzusetzen.

Enrico Jensch, Geschäftsführer Operatives Geschäft

Um unser Ziel zu erreichen, setzen wir auf Transparenz. Denn wir sind davon überzeugt, dass wir das große „Wie?“ des Klimaschutzes nur beantworten können, wenn wir uns ehrlich und selbstkritisch mit unseren eigenen Emissionen auseinandersetzen.

Unsere Kohlenstoffemissionen - Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen

Ein Krankenhaus verbraucht täglich viele Ressourcen und viel Energie. Daraus ergibt sich die Verantwortung, den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Die Grafik zeigt den CO2 Ausstoß unserer Klinik im Jahr 2021. 

Was wir am Standort Bad Kissingen für die Umwelt tun

Teller, Tassen, Gläser, Besteck und Tabletts. Täglich erhalten alle Patientinnen und Patienten drei Mahlzeiten, die ihnen mit Tablett und Geschirr gereicht werden. Das ist nicht nur eine Herausforderung bei der Zubereitung der Speisen, sondern auch für den anschließenden Abwasch. In einer Bandspülmaschine wird das Geschirr über ein Förderband transportiert. Anders als bei bekannten Geschirrspülmaschinen aus dem Haushalt laufen die Programme nicht zeitlich, sondern räumlich versetzt ab. Vorwaschen, Reinigen, Spülen und Trocknen haben einen eigenen Bereich innerhalb der Maschine. „Man kann den Vorgang gut mit einer Waschstraße vergleichen“, so Energie-Experte Stefan Herterich. Am Ende wird das saubere Geschirr entnommen und einsortiert.

Die Spültechnologie wurde über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei geht es nicht einfach nur um bessere Technik. Hersteller und Nutzer haben dabei stets das Ganze im Blick: den Menschen, die Natur, die Ressourcen. Dabei ist der Ansporn, sich scheinbar widersprechende Anforderungen in ein schlüssiges Konzept zu bringen: absolute Hygiene und damit Sicherheit einerseits, schonender Umgang mit Wasser und Energie andererseits. „Damit Wasser- und Energieverbrauch so gering wie möglich ausfallen, wird das Spülwasser in die Tanks zur Reinigung zielgerichtet und bedarfsorientiert gepumpt und die entstehende Wärme zurückgewonnen. Auch das Filtersystem ermöglicht ein wahres Kunststück: optimale Sauberkeit bei deutlich weniger Spülmittel- und Wassereinsatz. Der Filter sammelt die Reste aus dem Wasser, dann spült er sie zyklisch aus dem Tank – ohne zusätzliches Wasser zu benötigen. Bei sämtlichen Prozessen wird Energie zurückgewonnen und durch eine innovative Regelung reinvestiert“, erklärt der Energiefachmann des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses Bad Kissingen.

Wir investieren in moderne medizinische Geräte um die Qualität der medizinischen Versorgung stetig zu verbessern. In erster Linie dient dies dem Behandlungserfolg und somit dem Wohl unserer Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus sind die modernen Geräte jedoch auch leistungsstärker und sparen deutlich mehr Energie. Neue Akku-Typen verdoppeln teilweise die Haltwertzeit unserer Gerätschaften und auch der Ressourcenverbrauch wird durch moderne Technik reduziert. Die Gehäuse von technischen Geräten, z.B. von Spritzenpumpen, werden immer kleiner, wodurch weniger Kunststoff und andere Materialien benötigt werden. Auch entstehen insgesamt weniger Abfallprodukte.

Die Reinigung und Aufbereitung von Medizinprodukten, wie beispielsweise Endoskopen, ist ein wichtiger Prozess in den täglichen Abläufen unserer Klinik. Unsere modernen Reinigungs-/Desinfektionsgeräte (RDG) funktionieren mit weniger Wasser, weniger Energieverbrauch und weniger Desinfektionsmittel. Gleichzeitig wird die Dauer der Aufbereitungsprozesse stetig verkürzt. Instrumente zum Einmalgebrauch werden, wo möglich, durch spezialisierte und autorisierte Dienstleister aufbereitet, um diese mehrfach zu verwenden. Damit reduzieren wir die Entstehung von Abfallprodukten.  

An jedem Klinikstandort haben wir eine leistungsstarke Abteilung für Medizintechnik, die durch regelmäßige Wartung, Pflege und Reparaturen die Lebenszeit der medizintechnischen Geräte bestmöglich verlängert.

Für unsere Radiologie investieren wir stetig in moderne Geräte zur Bilddiagnostik. Der technologische Fortschritt ermöglicht eine bessere Bildqualität unter Einsatz von reduzierten Ressourcen und effizienterem Energieverbrauch. Insbesondere die Reduktion der Strahlenbelastung ist für die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten ein sehr wichtiger Faktor.
Unser MRT (MAGNETOM Altea, ab 2. Jahreshälfte) verwendet ein "Boil-Off-System", welches Heliumgas indirekt wiederverwendet und somit kein Helium nachgefüllt werden muss. In der Computertomografie hat sich dank moderner Geräte die durchschnittliche Untersuchungsdauer stark reduziert, dies kommt Patient:innen und Mitarbeitenden gleichermaßen zu Gute. Im "klassischen" Röntgenverfahren findet die gesamte Bildgebung elektronisch statt. Auf Speicherfolien wird fast gänzlich verzichtet. Auch hier konnten dadurch die Prozesse beschleunigt werden.

Unsere erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk produzieren bei der Stromerzeugung Wärme als "Abfallprodukt". Diese Wärme wird zur Erwärmung von Trink- und Gebrauchswasser (zum Beispiel in Heizkörpern) weiter verwendet.

Wir sind bestrebt den Wasserverbrauch in unserer Klinik mit verschiedenen Maßnahmen fortwährend zu reduzieren. Die Verringerung von Fließwiderständen in unseren Rohrleitungssystemen und der Einsatz von Wasser sparenden und energieeffizienten Bandspülmaschinen in unserer Küche sind zwei Beispiele wie wir dies bereits umsetzen. 

Die Raumlufttechnik Anlagen unserer Kliniken arbeiten mit Wärmerückgewinnungstechnik, sodass wir thermische Energie der beheizten Abluft auf kühlere Frischluft übertragen. So wird weniger Energie zur Erwärmung der Raumluft benötigt und gleichzeitig kühlere Luft an die Umwelt abgegeben.

In unserem Klinikum gibt es Wasserspender, an denen unsere Mitarbeitenden und Patient:innen widerverwendbare Flaschen auffüllen können, anstatt Plastikflaschen zu verwenden.

Der Krankenhausmarkt in Deutschland entwickelt sich dynamisch: Digitale Patientenakten und Telemedizin ermöglichen neue Kommunikationswege sowie eine schnellere Übermittlung und Interpretation von Gesundheitsdaten. Als Krankenhausbetreiber möchten wir die Potenziale der Digitalisierung nutzen, um die Patientenversorgung und unseren Service zu verbessern. 2,2 Prozent unseres Umsatzes investierten wir 2020 in Digitalisierungsprojekte. Durch viele unserer Digitalisierungsprojekte werden wertvolle Ressourcen, wie Papier, in großen Mengen eingespart.

Um das Wissen über die richtige Antibiotikatherapie gegen multiresistente Erreger in die Breite zu tragen, hat die Fachgruppe „Infektiologie und Antibiotic Stewardship“ im Jahr 2019 ein Antibiotikamanagement und -Reporting entwickelt, das inzwischen für alle Helios Kliniken im Einsatz ist und zentral erfasst wird. Künftig wird es für jede bettenführende Abteilung einen ausgebildeten Antibiotika-Berater geben, der für das Thema Antibiotika sensibilisiert, aber auch erster Ansprechpartner bei Fragen und Unsicherheiten ist. Um hierauf gut vorbereitet zu sein, nehmen unsere Antibiotika-Beauftragten an einem neuen Lernangebot teil, das aus einem E-Learning-Tool und Online-Schulungen besteht. Die Wissensentwicklung soll in Peer Reviews nachgehalten werden.

Darüber hinaus hat Helios 2020 seinen ersten Antibiotika-Report veröffentlicht.