Wie Astronauten bei der Mondlandung
Medizinischer Regionaldirektor spricht bei Absolventen über deren berufliche Mondlandung

Wie Astronauten bei der Mondlandung

Bad Kissingen

„Ein kleiner Schritt für mich als Prüfungsvorsitzender, ein großer Schritt für Sie und Ihre berufliche Zukunft“, so begrüßte Dr. Rainer Schuà, leitender Medizinaldirektor der Regierung von Unterfranken, die Absolventen des Bildungszentrums des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses Bad Kissingen.

„Ein kleiner Schritt für mich als Prüfungsvorsitzender, ein großer Schritt für Sie und Ihre berufliche Zukunft“, so begrüßte Dr. Rainer Schuà, leitender Medizinaldirektor der Regierung von Unterfranken, die Absolventen des Bildungszentrums des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses Bad Kissingen. 16 staatlich anerkannte examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger stehen nun am Beginn ihrer beruflichen Karriere. Und die hat nicht umsonst den Vergleich mit einer ganz persönlichen Mondlandung. Denn hinter den Prüflingen liegt nicht nur eine dreijährige Ausbildung in diversen Fächern wie Physiologie, Anatomie und Chemie, sondern auch Wochen der intensiven Prüfungs-Vorbereitung und des Bangens.

Gestern kam dann für die Absolventen der Klasse Lumina die erleichternde Botschaft: Bestanden. Eine von ihnen, Esther Hamma, hat in allen drei Bereichen – praktisch, theoretisch und mündlich – sogar mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen. Zurecht sagte Schulleiterin Marianne Masso mit einem Augenzwinkern: „Das ist einfach der Hammer!“ Frau Masso beglückwünschte alle Absolventinnen und Absolventen außerdem in einer sehr persönlichen Ansprache und plädierte an ihre ehemaligen Schüler: „Sie sind jetzt Experten in einem der wichtigsten Bereiche unserer Gesellschaft. Nutzen Sie Ihre Kompetenzen mit Herz, Hand und Verstand.“ Der Verstand solle ihnen helfen, immer nachzufragen, denn Pflege lebe von kritischer Reflektion. Die Hände seien weiter der Schlüssel zum Patienten, während das Herz am rechten Fleck wichtig für Einfühlungsvermögen und zwischenmenschliche Beziehungen sei.

Auch der Klinikgeschäftsführer Herr Dr. Peter Hermeling gratulierte den neuen Fachkräften. „Seien Sie stolz, denn Sie haben eine der anspruchsvollsten Ausbildungen gemeistert.“ In kaum einem anderen Beruf ist die Nachfrage nach Nachwuchskräften so hoch im wie Bereich der Pflege. Nicht umsonst zählt dieser Beruf zu den anerkanntesten Berufen. Was durch den akuten Pflegenotstand im ganzen Land mit Sorge beobachtet wird, ist für die jungen Absolventen der Beginn in ein gesichertes Berufsleben. Da ihre Berufsgruppe gefragt ist wie nie, können sie sich ihren Arbeitsplatz sozusagen aussuchen. Umso schöner, dass der Großteil der Absolventen dem Helios St. Elisabeth-Krankenhaus erhalten bleibt.

Die Absolventen werden nun aus der Obhut des Bildungszentrums in ihre berufliche Zukunft entlassen, wo sie als Spezialisten in der Pflege und eigenverantwortliche Fachkräfte ihr berufliches Selbstverständnis neu entdecken müssen. Dr. Schuà richtete einen letzten Wunsch an die Absolventen: „Ich hoffe für Sie, dass Sie nie einen SOS-Funkspruch absetzen müssen: Houston, wir haben ein Problem.“ Aber auch das würden die frischgebackenen Gesundheits- und Krankenpfleger sicherlich mit Bravur meistern.