Herzkissen für Brustkrebspatienten
Helios St. Elisabeth-Krankenhaus ruft Näher*innen im ganzen Landkreis auf

Herzkissen für Brustkrebspatienten

Bad Kissingen

Am 22. Februar 2020 findet der 9. Krebsaktionstag statt, auf den Angehörige, Betroffene und Interessierte zu Vorträgen rund um die Themen Diagnose Krebs, Therapie und Prävention eingeladen werden. Mit 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr, ist die Diagnose Brustkrebs mit die häufigste bei Frauen.

Wie bei jeder Erkrankung, gibt es auch bei Brustkrebs Risikofaktoren, die ein Auftreten der Krankheit erhöhen können, wie zum Beispiel eine erbliche Vorbelastung, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen und Alkoholkonsum. Nichtsdestotrotz sind diese Faktoren nicht alleine ausschlaggebend. Auf die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen sollte man daher auf keinen Fall verzichten. In der Zwischenzeit könne man sich aber auch selbst abtasten, so Dr. Hamdan Alhussein, Chefarzt für Gynäkologie am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen. Dabei käme es vor allem darauf an, Veränderungen im Gewebe festzustellen, wie Knoten, schmerzhafte Stellen, Rötungen oder eine Vergrößerung der Brust. Auch die Lymphknoten unter den Achselhöhlen gilt es in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr werden auch regelmäßige Mammographie-Screenings empfohlen. Auch Männer können von Brustkrebs betroffen sein, aber dies ist durchaus seltener der Fall. Sollten sie jedoch oben beschriebene Symptome oder Veränderungen bei sich feststellen, ist die Konsultation eines Arztes in jedem Fall zu empfehlen.

Die Heilungschancen von Brustkrebs stehen dank intensiver Forschung gut, 8 von 10 Frauen kann geholfen werden. Auch kann in 80% der Fälle brusterhaltend operiert werden, was bei dieser schlimmen Diagnose häufig eine der ersten Fragen ist.
Um den Kampf gegen den Krebs aufnehmen zu können, steht dennoch vielen Frauen eine Operation bevor, die mit starken Wundschmerzen im Heilungsprozess verbunden ist. Damit diese Schmerzen gelindert werden können, wurde ein spezielles Kissen entwickelt, das zum einen Schwellungen unter dem Arm lindern kann und zum anderen Spannungen und Schmerzen nach dem chirurgischen Eingriff minimieren soll. Da das Kissen die Form eines Herzens hat, hat es seinen Namen Herzkissen bekommen. Ursprünglich kommt die Idee dahinter aus Dänemark, inzwischen gibt es in ganz Deutschland ehrenamtliche Vereine, in denen Frauen diese Kissen für Brustkrebspatient*innen nähen.

Auch das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen möchte sich an dieser Aktion beteiligen und lädt Näher und Näherinnen aus dem gesamten Landkreis ein, Herzkissen für Brustkrebspatienten zu nähen. „Wir verteilen die Kissen am 22. Februar dann im Auftrag aller ehrenamtlichen Helfer an die Patienten“, so Geschäftsführer Dr. Peter Hermeling. „Wir würden uns freuen, wenn sich viele Freiwillige an dieser gemeinschaftlichen Aktion beteiligen würden, um Menschen mit dieser Diagnose in ihrer schlimmsten Zeit zur Seite zu stehen. Wir haben uns außerdem entschlossen, dem Schöpfer des schönsten Kissens ein besonderes Dankeschön zukommen zu lassen.“ 
Die Nähanleitung kann über info.bad-kissingen@helios-gesundheit.de angefordert werden. Da Brustkrebspatienten aufgrund ihrer Behandlung häufig vorübergehend immunsuppressiv sind, wird darum gebeten, Stoffe zu wählen, die auf mindestens 60 Grad waschbar sind.