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Die Helios Klinik Bad Gandersheim nimmt zum 1. April 2021  wieder die Grundversorgung von Nicht-COVID-19-Patienten auf, weitere Informationen dazu gibt es hier.

Das Besuchsverbot gilt weiterhin, mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Funktionsdiagnostik

Neben der Endoskopie und der Sonographie bietet die Innere Medizin spezielle Untersuchungsverfahren für Lunge, Herz, Magen und alle anderen inneren Organe an. Beispielsweise können wir das krankhafte Auftreten von Magensäure in der Speiseröhre testen, einen Wasserstoff-Atemtest zur Abklärung von Lebensmittelunverträglichkeiten durchführen oder eine Lungenfunktionsmessung vornehmen.

Unsere Behandlungsmethoden:

Bei Verdacht auf eine Reflux-Erkrankung – den krankhaften Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre – setzt unser Team die pH-Metrie ein. Wir führen dazu eine biegsame Sonde über die Nase in die Speiseröhre ein. Ein spezieller Messfühler an der Sondenspitze bestimmt, wie häufig es zu einem Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre kommt. Zudem kann mit der pH-Metrie überprüft werden, wie effektiv eine Säureblockade durch Medikamente ist, oder ob es eines operativen Eingriffs bedarf.

Dieser Test hilft uns, verschiedene Unverträglichkeiten bei unseren Patienten festzustellen. Falls Sie zum Beispiel immer Magenschmerzen bekommen, sobald Sie Milchprodukte zu sich nehmen, läuft die Untersuchung folgendermaßen ab: Sie nehmen zuerst etwas Milchzucker zu sich und blasen danach in bestimmten zeitlichen Abständen in ein Testgerät. Auf diesem Weg können wir den Wasserstoffgehalt in Ihrer Atemluft messen, wodurch sich eine Milchzuckerunverträglichkeit diagnostizieren lässt. In einem vergleichbaren Test kann auch eine Fehlbesiedelung des Dünndarms mit gesundheitsschädlichen Bakterien festgestellt werden.

Das gängigste Verfahren, um die Funktion der Lunge zu überprüfen, ist die Spirometrie oder Spirographie. Hierbei messen wir Ihr Lungen- und Atemvolumen, indem Sie für die Zeit der Messung durch das Mundstück des Spirometers ein- und ausatmen. Anschließend beurteilen wir anhand der Ergebnisse, die uns das Spirometer liefert,  die Form und Schwere einer möglichen Lungenerkrankung.

Bei einer Ganzkörper-Plethysmographie sitzen Sie in einer gläsernen Kammer und atmen durch einen Schlauch mit Mundstück. Beim Atmen ändert sich der Druck in der Kammer, was sensorisch genau erfasst wird. Parallel messen wir über den Schlauch die Atmung und können anhand der Daten eine Diagnose über Lungenvolumen und mögliche Fehlfunktionen der Lunge stellen.

Bei diesem Test atmen unsere Patienten bestimmte Stoffe ein und wir warten ihre Reaktionen darauf ab. Dieses Diagnoseverfahren wenden wir beim Verdacht auf eine Überempfindlichkeit der Atemwege an. Die Beobachtungen liefern uns wertvolle Informationen, um die geeignete Therapie zu wählen.

Per Ultraschall untersuchen wir die Lunge und die Pleura (das Rippenfell, das die Lunge überzieht) und schauen nach Auffälligkeiten – wie beispielsweise Ansammlungen von Flüssigkeit oder Luft im Rippenfell oder Tumore und Entzündungen in der Lunge.

Die Blutgasanalyse ist ein gängiges Verfahren bei Verdacht auf  Lungen-, Herz - und Nierenerkrankungen. Dabei untersuchen wir eine Blutprobe unserer Patienten hinsichtlich der Verteilung der Gase Kohlendioxid und Sauerstoff sowie des pH-Wertes und des Säure-Basen-Gehaltes. Manchmal ist diese Untersuchung auch unter körperlicher Belastung sinnvoll.