Chest Pain Unit und MS-Zentrum zertifiziert

Chest Pain Unit und MS-Zentrum zertifiziert

Aue

Auer Klinikum stellt sich gleich doppelt den externen Prüfern

Immer mehr Expertenteams lassen ihre qualitativ hochwertige Arbeit von einer unabhängigen Kommission bestätigen. Auch in Aue kommen nun zwei weitere Zertifizierungen dazu – in der Kardiologie die Chest Pain Unit und in der Neurologie das Multiple-Sklerose-Zentrum. Die hier Hand in Hand arbeitenden Ärzte haben sich Ende 2017 erstmals der Überprüfung durch unabhängige Gesellschaften gestellt und bekamen ihre Kompetenz in Form einer Urkunde bestätigt. Doch was im Ergebnis auf einem Blatt Papier präsentiert wird, bedeutet eine Menge Arbeit für alle Beteiligten. Die so genannten „Audits“ lassen Erinnerungen an eine Abschlussprüfung wach werden  – Nervenflattern und Magengrummeln inklusive.

Der Weg zur erfolgreichen Zertifizierung

Das Behandeln seltener Erkrankungen, stundenlanges Operieren bei höchster Konzentration, Patienten auf dem Weg zur Genesung begleiten – das alles ist für Ärzte und Pflegende Routine. Wenn ihnen jedoch Mitarbeiter von Zertifizierungsgesellschaften über die Schulter schauen, interne Abläufe hinterfragen, Stationen besichtigen und akribisch Unterlagen studieren, stellt sich selbst bei den Experten Nervosität ein. „Audits sind Ausnahmesituationen“, bestätigen Dr. med. Thomas Ketteler, Chefarzt der Kardiologie und Dr. med. André Sykora, kommissarischer Chefarzt der Klinik für Neurologie. Die externen Prüfer befragten dabei Ärzte der Fachbereiche ebenso wie die Pflegenden auf Station und in den Funktionsbereichen. Sie analysieren Qualitätskriterien wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die allgemeine Versorgung und die Ergebnisqualität, kontrollieren Patientenakten auf Stimmigkeit,  studieren Infomaterial und prüfen die Homepage auf Aktualität. Jeder Bereich, der in die Arbeit integriert ist, wird unter die Lupe genommen. Und erst wenn die Fachbereiche in allen Punkten überzeugen, wird das Zertifikat erteilt.
Für beide Abteilungen haben sich die Anstrengungen gelohnt. Beide halten Ihre Zertifikate nun in den Händen.

Zertifiziertes Multiples Sklerose Zentrum

Man nennt sie die „Krankheit der 1.000 Gesichter“: die Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS). Sie ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Der Krankheitsverlauf ist individuell sehr unterschiedlich. MS tritt entweder schubweise auf oder nimmt einen schleichenden Verlauf. Zu den Symptomen gehören neben Sehstörungen vor allem auch Taubheitsgefühle und Gleichgewichtsprobleme. Im Helios Klinikum Aue betreuen die Neurologen rund um Dr. med. André Sykora jährlich mehr als 200 MS-Patienten. Nun erhalten die Experten von der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft die Auszeichnung als „anerkanntes MS-Zentrum“ und gehören damit zu den sieben Zentren in Sachsen (Rodewisch, Dresden, Altenburg, 2 mal Leipzig und Wermsdorf). Dr. Sykora über die Anforderungen: „Die Voraussetzung zum Erhalt des Zertifikates ist neben einer Mindestzahl an Patienten auch die langjährige Erfahrung in der Behandlung von MS-Patienten, die wir hier in Aue vorweisen können. Auch die Möglichkeit zur akuten Untersuchung und stationären Aufnahme und eine enge Vernetzung mit Experten anderer Fachrichtungen sind unabdingbar.“

Zertifizierte Chest Pain Unit

Die Klinik für Kardiologie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) als “Chest Pain Unit” (Brustschmerzzentrum) zertifiziert. Chefarzt Ketteler: „Wir erfüllen alle diagnostischen, räumlichen, apparativen und personellen Voraussetzungen, um akute Brustschmerzen unverzüglich und zielge­richtet zu untersuchen und zu behandeln. Ohne zeitliche Verzögerung werden Patienten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt bestmöglich versorgt“. 

Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, untersucht und behandelt das interdisziplinäre Ärzte- und Pflegeteam der Notaufnahme nach festgelegten Behandlungsrichtlinien. Patienten werden lückenlos am Monitor überwacht und die erforderlichen Laborwerte können innerhalb kürzester Zeit bestimmt werden. „Der Brustschmerz ist ein Alarmsignal - Betroffene sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen oder sich in unserer Chest Pain Unit vorstellen. Nur durch eine sofortige und qualitativ hochwertige Therapie sinkt das Risiko, an einem Herzinfarkt zu versterben“, so Dr. Ketteler. Wenn sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt bestätigt, erfolgt die kardiologische Weiterbehandlung im Herzkatheterlabor. Hierfür steht rund um die Uhr an 365 Tagen ein Team mit  erfahrenen Ärzten und Schwestern zur Verfügung.
Das Auer Klinikum kann die einzige zertifizierte Chest Pain Unit im Erzgebirgskreis vorweisen.

Alle Beteiligten sind sich bewusst: Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung. Und so werden Abläufe und Strukturen fortlaufend auf den Prüfstand gestellt und optimiert. Letztendlich ganz im Sinne vieler tausend Patienten. Denn ein Zertifikat externer Gutachter signalisiert vor allem: Hier ist man im Krankheitsfall in besten Händen.

Zertifizierungen in Aue

-      Regionale Stroke Unit

-      Regionales Traumazentrum

-      Endoprothetikzentrum

-      Hernienchirurgie

-      Kompetenzzentrum Minimalinvasive Chirurgie

-      Gütesiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“

-      Multiple-Sklerose Zentrum

-      Chest Pain Unit


Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

In Deutschland hat Helios 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. Helios ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Helios versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Quirónsalud betreibt 44 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der Helios Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

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