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Geschichte der Dialyse in Aue in Bildern

(nach Aufzeichnungen von Herrn Prof. Kaden und 1,2)

- erste Dialyse in Aue (und erste Dialyse in Sachsen) mit einer durch die Fa. Scheibner, Bernsbach, modifizierten „Moeller-Niere“ am 1.1.1964

- „Künstliche Niere“ Aue I (1965) – ein Flachdialysator im Piacrylgehäuse, entwickelt von Dr. Wolfgang Kaden, der Fa. Scheibner in Bernsbach, dem Leiter des Forschungslabors der Chirurgischen Klinik Halle, Dr. Manfred Richter und dem Chemnitzer Ingenieur Günter Fechner

- „Künstliche Niere“ Aue II (1967) – weiterentwickeltes Kompakt-Gerät; der Dialysator hing an zwei Säulen, die Elektronik wurde im VEB Meßgerätewerk Zwönitz entwickelt.

Dieses Dialysegerät fand in der ehemaligen DDR weite Verbreitung und wurde in viele Länder exportiert.

Blick in das 1971 fertiggestellte neue Dialysezentrum Aue – ausgestattet mit Dialysatoren Typ Aue II


Anfang der 70-ger Jahre begann die Umstellung auf Spulendialysatoren; entwickelt wurden diese vom VEB Keradenta-Werke Radeberg unter Nutzung von „Nephrophan“-Schläuchen des VEB Film- und Chemiefaserwerk Wolfen; dieses modernisierte Gerät war die „Künstliche Niere“ KN 301. Später wurde dieses Gerät - dem internationalen Trend folgend –auf Kapillar-Dialysator-Technik umgerüstet. Die Hohlfasern dafür bezog Keradenta aus dem VEB Kunstseidenwerk Pirna.

Es folgten schließlich 1981 die KN 401 (Messgerätewerk Zwönitz und Technisch-physikalische Werkstätten Thalheim) und 1988 die KN 501 (Thalheim) – das letzte in der DDR entwickelte Dialysegerät.

Entwicklung der Dialyse in der DDR3

Literatur

1 Kaden W, Fechner G Künstliche Niere Aue nach Dr. Kaden und Dr. Richter Medizintechische Versorgung 2, 34 (1965) pdf
2
Kaden W Das neue Dialysezentrum Aue Medizintechnische Versorgung 7, 163 (1970) pdf

3
Precht K et al. Zur Entwicklung der nephrologischen Dispensairebetreuung und der Dialysebehandlung in der DDR bis 1980 Dt. Gesundh.-Wesen 36 (1981), Heft 43