Schlaf- und Beatmungsmedizin

Schlaflabor

Bereits seit 2006 können wir in Aue schlafmedizinische Untersuchungen anbieten. Mittlerweile stehen vier Polysomnografie-Messplätze zur Verfügung.

Besonders viele dieser Patienten leiden unter dem Schlafapnoe-Syndrom, Atemaussetzern während des Schlafens. Der Körper kann keinen Sauerstoff mehr aufnehmen, es kommt zu Unruhe, hohem Blutdruck, Atemnotszuständen oder Herzrhythmusstörungen.

In unserem Schlaflabor wird eine umfassende Diagnostik durchgeführt. Hierfür wird der Patient nachts an verschiedene Sensoren angeschlossen, die die Biopotenziale des Gehirns, der Muskulatur, des Atemflusses und des Kreislaufs messen. Anhand der Auswertung der Daten kann der untersuchende Arzt die Diagnose stellen und die richtige Behandlung initiieren.

Neben den Patienten mit dem Schlafapnoe-Syndrom behandelt die pneumologische Abteilung des HELIOS Klinikums Aue Menschen mit schweren Muskel- oder Lungenerkankungen. Hier wird bei fortgeschrittener Erkrankung oft eine so genannte Heimbeatmung notwendig.

Am Standort des Klinikums entstand ein Atemcenter der Firma IfM (Ingenieurbüro für Medizintechnik). Dieses übernimmt durch speziell ausgebildetes Personal die präzise Anpassung der Masken an die äußeren Atmungsorgane. Die Patienten werden dabei in der pneumologischen Abteilung des Klinikums auf die Beatmung vorbereitet und auf das Beatmungsgerät eingestellt. Die individuelle Anpassung der Masken übernimmt dann der Kooperationspartner. Im Anschluss weisen die Mitarbeiter des Atemcenters die Patienten, Angehörige oder den Pflegedienst zudem detailliert ein – dies schafft Vertrauen und Sicherheit im Umgang mit der Technik.

Neben der Unterstützung der Patienten vor Ort im Klinikum ist das Atemcenter auch Anlaufstelle für Patienten, die bereits außerklinisch in häuslicher Umgebung oder in speziellen Heimen beatmet werden und Probleme mit ihren Masken haben.