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Wenn das Herz aus dem Takt gerät: Herzrhythmusstörungen

Wenn das Herz aus dem Takt gerät: Herzrhythmusstörungen

Bei Herzrhythmusstörungen liegt eine krankhafte Veränderung des Herzschlags vor: Es schlägt zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig.

Herzrhythmusstörungen entstehen, wenn die Bildung der elektrischen Impulse, die einen Herzschlag auslösen sollen, oder die Weiterleitung dieser Impulse gestört ist. Wir helfen Ihnen bei folgenden Herzrhythmusstörungen:  

  • Vorhofflimmern (inkl. Schlaganfall-Vorsorge) 
  • Vorhofflattern
  • Herzrasen (Tachykardie) ausgehend von den Herzkammern oder den -vorhöfen
  • Zu langsamer Herzschlag (Bradykardie) ausgehend von den Herzkammern oder den -Vorhöfen 
  • Extraschläge aus den Herzkammern (Extrasystolen)


Diagnostik

Zunächst befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und körperliche Untersuchungen. Um die Veränderungen an Ihrem Herzschlag zu erkennen nutzen wir verschiedene Verfahren: Mit einem Elektrokardiogramm (EKG) zeichnen wir Ihren Herzschlag auf -  gegebenenfalls auch unter Belastung oder als Langzeit-EKG. Liegen Herzrhythmusstörungen vor, können wir durch das EKG auch erkennen, ob diese in den Herzvorhöfen oder -kammern entstehen. Gelingt es nicht, die Herzrhythmusstörungen im EKG aufzuzeichnen, können wir Patienten mithilfe eines kleinen Eingriffs für einige Zeit einen sogenannten Ereignisrekorder (Endless-Loop-Rekorder) implantieren. Zudem kommen gegebenenfalls weitere Untersuchungsverfahren, wie die Echokardiographie, Elektrophysiologische Untersuchung oder Herzkatheter-Untersuchungen zum Einsatz.


Medikamentöse Behandlung

Um Herzrhythmusstörungen zu behandeln, nutzen wir zunächst verschiedene Medikamente. Ziel der medikamentösen Therapie ist es, dass sich der Herzmuskel erholt und nach wenigen Wochen wieder die „normale“ Leistung bringt.


Verödungstherapie

Falls Medikamente Ihr Herz nicht in den richtigen Takt bringen, haben wir die Möglichkeit, die Störungen mit einer Verödungstherapie (auch Ablation genannt) zu beheben. Dabei wird mit einem speziellen Herzkatheter von der Leiste das Gewebe im Herzen verödet, das für die Herzrhythmusstörungen verantwortlich ist. Durch diese Verödung können wir das Wiederauftreten von Herzrhythmusstörungen verhindern.  


Elektrische Kardioversion

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die elektrische Kardioversion. Zunächst bekommt der Patient eine Kurznarkose. Dann erhält er über zwei Elektrodenpflaster am Brustkorb einen elektrischen Stromimpuls, um den Herzrhythmus zu normalisieren. Während der gesamten Behandlung steht der Patient unter EKG-Kontrolle.


Herzschrittmacher oder Defibrillator

Wenn die bereits genannten Therapien nicht zum gewünschten Therapieerfolg führen oder eine bestimmte Form der Herzrhythmusstörungen vorliegt, setzen wir operative Maßnahmen wie die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren ein, um die Herzrhythmusstörungen zu beheben. Vor einem Eingriff besprechen wir mit Ihnen ausführlich das Für und Wider der verschiedenen Therapiemöglichkeiten und welche Therapie am besten für Sie geeignet ist.