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Akutes und chronisches Nierenversagen

Akutes und chronisches Nierenversagen

Wenn die Funktion Ihrer Nieren plötzlich nachlässt, kann sich Ihr Körper nicht mehr entgiften. Wir bieten Ihnen gemeinsam mit dem KfH Aue die optimalen Voraussetzungen, um die Ursache des akuten Nierenversagens schnell zu ermitteln – und individuell zu behandeln.

Die Hauptaufgabe der beiden Nieren ist die Produktion von Harn, um Giftstoffe aus dem Körper auszuscheiden. Bei einem Nierenversagen ist die Entgiftung nicht mehr gewährleistet, so dass sich gefährliche Stoffe im Blut ansammeln können.

Lässt die Nierenfunktion allmählich nach, spricht man von einer chronischen Nierenschwäche. Ein akutes Nierenversagen (ANV) liegt vor, wenn die Urinbildung plötzlich aussetzt – im Laufe von Stunden oder Tagen.
Bemerkbar macht sich akutes Nierenversagen durch abnehmende oder sogar aussetzende Harnproduktion. Durch die Überwässerung des Körpers kann sich Flüssigkeit in der Lunge oder den Beinen ansammeln. Zudem sind Störungen im Salzhaushalt möglich, die eine gefährliche Übersäuerung (Azidose) zur Folge haben können.

Diagnose: Ursache des Nierenversagens klären

In unserer Nephrologie bieten wir eine schnelle spezialisierte Diagnostik, um mögliche lebensbedrohliche Folgen eines akuten Nierenversagens zu vermeiden. Dabei gilt es zunächst, die Ursache der Nierenschwäche  ermitteln.

Therapie: Auf die Ursache abstimmen

Ihre Behandlung stimmen wir individuell ab – entsprechend der ermittelten Ursache für Ihr akutes Nierenversagen. Im ersten Schritt leiten wir gezielte Gegenmaßnahmen ein, etwa indem wir Flüssigkeitsmangel ausgleichen, Blutdruck einstellen, unverträgliche Medikamente absetzen oder Hindernisse im Urinabfluss entfernen.

Wenn möglich, kurbeln wir die Nierenfunktion im nächsten Schritt mithilfe von Medikamenten wieder an. Bis die Nieren wieder stabil arbeiten, kann ein sogenanntes „Nierenersatzverfahren“ nötig werden. Dabei handelt es sich um Verfahren zur Blutreinigung, die die Entgiftungsfunktion der Nieren übernehmen.
In der Regel erholen sich die Nieren nach eingeleiteten Therapiemaßnahmen schnell, sodass sich die Urinproduktion und die Regulierung des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts wieder normalisieren. Bis die Nierenfunktion komplett wiederhergestellt ist, können allerdings Wochen oder Monate vergehen.