Behandlung des Frey´schen Syndroms

Das Frey`sche Syndrom ist eine mögliche Spätkomplikation nach Teilentfernung der großen Ohrspeicheldrüse, wobei die durchtrennten drüsensteuernden Nerven nachwachsen und auf der Suche nach den nicht mehr vorhandenen Drüsenanteilen auf die Schweißdrüsen der Haut im ehemaligen OP-Gebiet treffen. Folge ist, dass die Haut der Wange immer dann stark schwitzt, wenn die Speicheldrüsen den Nervenimpuls zur Steigerung der Speichelproduktion erhalten. Dies ist insbesondere beim Essen oder beim Riechen von z.B. appetitanregenden Speisen so.

Die Behandlung ist mit sehr guten Erfolgsaussichten relativ unproblematisch möglich. Nach Identifikation der betroffenen Hautareale wird das aus der kosmetischen Medizin bekannte Nervengift Botulinumtoxin in die Haut eingespritzt. Innerhalb von wenigen Tagen ist normalerweise das Problem verschwunden. Leider ist der Erfolg oft nicht von Dauer. Nach einem Zeitraum von meist 1 ½ Jahren muss die Behandlung wiederholt werden.

Ablauf der Behandlung des Frey`schen Syndroms

Abb. Identifikation der betroffenen Haut durch Auftragen von Jodlösung (links) und Stärke (rechts)

Abb.: beim Essen färbt sich die betroffene Haut schwarz (links) und wird für die Injektion in Planquadrate eingeteilt (rechts)