Individuelle Geburt in Zeiten von Corona

Individuelle Geburt in Zeiten von Corona

Die Geburt stellt ein besonderes Erlebnis im Leben einer Frau und ihrer Familie dar. Wir möchten den Schwangeren auch weiterhin eine sichere, individuelle und selbstbestimmte Geburt ermöglichen. Jedoch stellt uns Corona auch im Bereich der Geburtshilfe vor Herausforderungen.

Auch vor der Geburtshilfe macht das Corona-Virus nicht Halt. Um unsere werdenden Mütter und deren Familien zu schützen, haben wir vorsorgliche Maßnahmen festgelegt. Dennoch bemühen wir uns, den einzigartigen Augenblick der Geburt so individuell wie möglich zu gestalten. Hier finden Sie unsere Hinweise für die werdenden Väter. Außerdem haben wir Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Schwangerschaft und Corona zusammengetragen.

Geburtshilfe und Besucherinformationen

  1. Pro Geburt ist eine Begleitperson erlaubt. Das kann der Partner, darf aber natürlich auch die Mutter oder Freundin sein. Wichtig ist:
  2. diese Begleitperson darf nicht wechseln.
  3. die Begleitperson darf Kreissaal und Station während des Geburtsvorgangs nicht mehr verlassen. Selbstverständlich ist eine gemeinsame Aufnahme in unseren Familienzimmern möglich.
  4. Die Begleitperson muss gesund sein!
  5. Grundsätzlich gilt in unserer Klinik ein Besuchsverbot. Für die frischgebackenen Partner wird auf der Geburtsstation eine Ausnahme gemacht. Hierfür ist es wichtig, dass sich dieser bei den Schwestern am Tresen anmeldet. Wir wollen keine Vermischung mit anderen Müttern - der Besuch kann aus diesem Grund ggfs. nicht im Patientenzimmer stattfinden. Ihr könnt unser kostenloses Wlan nutzen, um mit dem Rest der Familie in Kontakt zu bleiben.
  6. Untersuchungs- und Vorsorgetermine sollten nach Möglichkeit ohne Begleitperson stattfinden.

Häufige Fragen und Antworten

Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keinen Hinweis, dass Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Deshalb zählen sie im Gegensatz zu Senioren oder Vorerkrankten auch nicht zur Risikogruppe. Diese Einschätzung bestätigt auch das Bundesgesundheitsministerium: "Aus den bisherigen Untersuchungen geht hervor, dass eine Schwangerschaft keinen Einfluss auf die Schwere des Krankheitsverlaufs hat." Allerdings habe das Wissen um das neuartige Coronavirus noch Lücken. So gibt es bisher nur wenige Studien, in denen Schwangere mit Covid-19 untersucht wurden. Laut der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) wird erwartet, dass die große Mehrheit der Schwangeren nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich einer Erkältung aufweist. 

Es gelten die gleichen Hygieneempfehlungen und aktuellen Begrenzungen von Sozialkontakten wie sie derzeit für die Gesamtheit der Bevölkerung dringend angemahnt werden. Für Schwangere gelten dieselben Ratschläge wie für andere Menschen auch.

Es gibt bislang auch keine Hinweise darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann", sagt Richter. Das geht auch aus Informationen des Robert-Koch-Instituts und der WHO hervor. Frauen in der Schwangerschaft sollten weiterhin Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Bei Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden sollten Frauen in der Schwangerschaft frühzeitig ihren Arzt um Rat fragen. Eine Erkrankung oder der Verdacht auf eine Erkrankung am neuartigen Corona-Virus wirkt sich auch nicht auf die Form der Geburt aus. Das heißt, dass die Entscheidung für eine natürliche Geburt oder eine andere Form der Geburt nach denselben Kriterien erfolgt wie sonst auch.

Sollten Schwangere bzw. werdende Mütter mit Verdacht auf Corona oder einer bestätigten Corona-Erkrankung zu uns in die Kliniken kommen, werden sie räumlich separiert und nach der Geburt auf der Isolierstation untergebracht. Hierbei halten wir uns an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) für die geburtshilfliche Versorgung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Das Stillen bietet viele Vorteile für die Mutter und das Neugeborene. Da über die Muttermilch keine Atemwegsviren übertragen werden, kann eine an COVID-19 erkrankte Mutter unter Anwendung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen weiter stillen.

Dennoch sollten sie Folgendes berücksichtigen, um ihr Neugeborenes vor einer Infektion zu schützen:

  • In der Nähe des Kindes sollten Sie eine Atemschutzmaske tragen - auch während des Stillens.
  • Vor und nach dem Kontakt mit dem Kind sollten Sie sich die Hände waschen – auch während des Stillens.
  • Kontaminierte Oberflächen sollten gereinigt und desinfiziert werden – so wie es immer geschehen sollte, wenn jemand mit bestätigtem oder vermutetem COVID-19

mit anderen Personen, auch mit Kindern, zusammenlebt.

Zum Schutz der Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter fallen bis auf Weiteres alle geplanten Veranstaltungen im Helios Klinikum Aue aus. Darunter fallen auch die Elterninformationsabende und Kreißsaalbesichtigungen, die in regelmäßigen Abständen in der Klinik stattfinden. Mit dieser Entscheidung folgt die Klinik der aktuellen Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, wonach Veranstaltungen intensiv bewertet werden sollen.

Weitere Informationen zum Thema Coronavirus von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) finden Sie hier.

Informationen / Anmeldungen

Kreißsaal Telefon: 03771 58 2116