„Sicherheit mit System“ - Helios setzt auf umfangreiches Sicherheitskonzept

„Sicherheit mit System“ - Helios setzt auf umfangreiches Sicherheitskonzept

Aue

- Corona-Umfrage: Jeder Fünfte begibt sich nur bei Lebensgefahr in die Notaufnahme - Ein Drittel der Befragten macht sich heute mehr Sorgen als früher

Seit Mitte Mai kehren die Kliniken in Deutschland schrittweise zu einer neuen Normalität nach Corona zurück. Grundlage dafür sind umfangreiche Sicherheitskonzepte für Patienten und Mitarbeiter. Aber welche Sorgen und Ängste beschäftigen Betroffene, wenn es um eine Behandlung im Krankenhaus geht? Hat der Besuch in einer Klinik möglicherweise heute eine andere Bedeutung für sie als vor Covid-19? Das wollte Helios als Deutschlands größter Klinikbetreiber wissen und hat dazu mit dem Marktforschungsinstitut Forsa Menschen in ganz Deutschland befragt.

Auch nach dem Abebben der Welle in Deutschland ist die Angst der Menschen vor einer Corona-Ansteckung offenbar nicht vorbei: Jeder fünfte Patient (19 %) würde aktuell entweder überhaupt nicht oder lediglich bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung eine Notaufnahme aufsuchen, bei Frauen ist es sogar jede vierte. Aber nicht nur der Besuch einer Notaufnahme, auch ein möglicher Krankenhausaufenthalt ist bei potenziellen Patienten mit Vorbehalten und Sorgen behaftet: Fast ein Drittel der Befragten (30 %) macht sich heute mehr Sorgen als früher. Die Angst vor einer Ansteckung durch Mitpatienten oder durch das Klinikpersonal stehen dabei im Mittelpunkt. Die Befürchtung, dass Angehörige womöglich nicht zu Besuch kommen dürfen, bereitet vor allem älteren Menschen Sorge.

„Es ist verständlich, dass Patientinnen und Patienten viele Ängste haben. Darauf haben wir uns bei Helios eingestellt. Wir haben heute ein umfangreiches Wissen, um unsere Kliniken sicher zu machen und eine Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden. Sicherheit steht bei uns an erster Stelle, dafür haben wir ein komplexes Sicherheitskonzept eingeführt und informieren unsere Patientinnen und Patienten transparent. Denn die Angst vor einem Klinikbesuch kann fatale Folgen haben, zum Beispiel, wenn ein leichter Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht schnell und sicher behandelt wird“,

sagt Marcel Koch, Geschäftsführer am Helios Klinikum Aue.

Für einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus fordern etwa fast alle Teilnehmer der Forsa-Befragung (92 %) eine klare räumliche Trennung von Corona-Patienten. Neun von Zehn (89 %) sehen einem Krankenhausaufenthalt zudem angstfreier entgegen, wenn es ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten gibt. Für 82 Prozent sorgt das häufige Lüften der Zimmer für ein sicheres Gefühl. Aber auch ein einsehbares Sicherheitskonzept, Corona-Tests und die Maskenpflicht tragen zum Sicherheitsgefühl potentieller Patientinnen und Patienten bei.

Das etablierte Sicherheitskonzept umfasst insgesamt zehn konkrete Maßnahmen: „Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen unser Sicherheitskonzept deutlich. Wir haben vor der schrittweisen Wiederaufnahme der Elektiveingriffe drei Farbbereiche in unseren Kliniken eingeführt – grün für Patienten ohne Corona-Risiko, gelb für Patienten mit ungeklärtem Corona-Risiko und rot für Patienten, bei denen eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wurde. Wer in welchen Bereich kommt, klären wir bei einer Vorab-Anamnese. Für noch mehr Gewissheit testen wir stationäre Patienten per Abstrich direkt bei Ihrer Aufnahme“, erklärt Koch. Eine Maskenpflicht gilt im Auer Klinikum nach wie vor, ebenso wie ein weiterhin deutlich reduziertes Besucheraufkommen durch eine Einschränkung der Besucherzahlen.

Folgende 10 Punkte umfasst das Sicherheitskonzept:

  1. Der Helios Risiko-Check: Wir prüfen das individuelle Corona-Risiko. Jede Patientin und jeder Patient wird vor der Aufnahme mittels eines Anamnesebogens ausführlich befragt.
  2. Die Corona-Risiko-Ampel: Grün – Gelb – Rot - Wir trennen (potentiell) Infizierte von Nicht-Infizierten. Alle Patientinnen und Patienten werden in drei farblich gekennzeichnete Bereiche eingewiesen, um solche mit einem hohen Ansteckungsrisiko von jenen mit einem niedrigen Risiko konsequent zu trennen. In jedem dieser Bereiche gelten genau festgelegte Bedingungen in Bezug auf die Hygiene und den Umgang miteinander.
  3. Nur mit Mund-Nasen-Schutz: Für alle Patientinnen und Patienten und deren Besuch sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt eine Maskenpflicht. Gerne unterstützen wir die Betroffenen mit der Ausgabe von Mund-Nasen-Bedeckungen.
  4. Regeln für Sicheres Miteinander: Bei uns gelten Abstands- und Hygieneregeln für Patienten und Mitarbeiter.
  5. Wir bilden weiter und klären auf: Wir sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter immer auf dem neusten medizinischen Stand zum Corona-Virus sind. Dazu stehen bereits seit Beginn der Krise regelmäßig aktualisierte Infomaterialien, Videos und Online-Schulungen zur Verfügung. Ein Corona-Stab informiert alle Klinikleitungen mehrmals pro Woche über neuste Entwicklungen und stellt sicher, dass alle Informationen und Maßnahmen unsere fast 300 Einrichtungen erreichen und dort umgesetzt werden.
  6. Corona-Infektion: Ja oder nein? Wir testen unsere stationären Patienten auf eine Infektion.
  7. Digitale Angebote – kurze Aufenthalte: Wir arbeiten stetig daran, die Klinikaufenthalte unserer Patientinnen und Patienten zu verkürzen. Zum einen durch eingespielte Prozesse in den Kliniken, zum anderen durch digitale und persönliche Angebote vor und nach dem Klinikaufenthalt.
  8. Corona in Pflege und Medizin: Wir testen unsere Arbeitskräfte gemäß den Empfehlungen des RKI.
  9. Digitale Sprechstunden und Webinare: Wir optimieren unsere digitalen Angebote und etablieren neue Formate.
  10. Immer bessere Patientensicherheit: Wir verfügen über etablierte Strukturen zur Wahrung und ständigen Verbesserung der Patientensicherheit, die sich jetzt auszahlen. Seit vielen Jahren messen wir unsere Leistung und unterziehen unsere Kliniken regelmäßigen Prüfungen.


Die Umfrage wurde von Forsa im Auftrag von Helios im Juni 2020 unter 400 repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 40 bis 60 Jahren durchgeführt.

Kurz zusammengefasst: Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage