Aue hat nun eine Klinik für Gefäßmedizin: Versorgung aus einer Hand

Aue hat nun eine Klinik für Gefäßmedizin: Versorgung aus einer Hand

Aue

Mit der Etablierung der Angiologie am Standort baut das Auer Klinikum das Gefäßmedizinische Angebot im Erzgebirgskreis entscheidend aus. Dem wird nun mit der Umbenennung der bisherigen Klinik für Gefäßchirurgie in die Klinik für Gefäßmedizin Rechnung getragen.

„Mit diesem Schritt sind wir unserem großen Ziel, ein gemeinsames Gefäßzentrum SüdWestSachsen zu gründen, einen bedeutenden Schritt näher gekommen“, erläutert Dr. med. Georg von Gagern, Chefarzt der Gefäßchirurgie im Helios Klinikum Aue die Erweiterung seines Kompetenzteams. „Mit Dr. med. Holger Fischer konnten wir einen erfahrenen interventionellen Angiologen für unser Team dazu gewinnen. Somit erweitert  sich unserer bisheriges Spektrum der Therapiemöglichkeiten deutlich.“

Neben dem Angiologen Dr. Holger Fischer schloss sich auch der erfahrene Gefäßchirurg Dr. med. Alexander Braune-Kunz dem interventionell arbeitenden Team um Chefarzt Dr. Georg von Gagern an. Damit war es möglich, ein interdisziplinäres Interventionsteam aus Angiologie, Radiologie und Gefäßchirurgie zu bilden. Dieses Team arbeitet unter der Leitung von Dr. Holger Fischer in der radiologischen Angiographieanlage und sichert neben dem Facharztstandard auch eine moderne und leitliniengerechte Therapie. Auch neueste Studienergebnisse gehen in die Therapie mit ein. 

„Welche Therapie für unsere Patienten die beste ist, entscheiden wir in täglich stattfindenden interdisziplinären Gefäß-Besprechung“

, erklärt Dr. von Gagern.

Dabei ist das oberste Ziel, die schonendste Methode zu wählen. „Neben der operativen Versorgung, die wir zukünftig in einem speziellen Hybrid-OP-Saal anbieten wollen, und der Intervention, können wir durch die angiologische Unterstützung auch eine deutlich verbesserte konservative und damit nicht operative Therapie anbieten.“

 

Es gibt bereits seit vielen Jahren eine bestens etablierte und hochfrequentierte gefäßchirurgische Sprechstunde der leitenden Oberärztin Dipl. med. Ute Kerz. „Diese Art der Sprechstunden hat sich bewährt und bietet bestmöglichen Service für unsere Patienten und ihre betreuenden Hausärzte,“ lobt Chefarzt von Gagern das System. „Wir streben an, auch eine angiologische Sprechstunde anzubieten. Der Bedarf ist da. Das Genehmigungsverfahren gestaltet sich momentan aber leider noch schwierig.“ Dass der Bedarf im Erzgebirge groß ist, zeigt, dass seit der Anstellung von Dr. Fischer schon rund 20% mehr Patienten in der Fachabteilung behandelt wurden.

Bei all diesen Entwicklungen und Veränderungen ist der Name „Klinik für Gefäßchirurgie“, den die im Jahr 2015 gegründete Klinik damals erhalten hat, nicht mehr ausreichend und wird der angebotenen Diagnostik und Therapie im Helios Klinikum Aue nicht gerecht, da er das umfassende medizinische Spektrum des Hauses nicht mehr deutlich genug beschreibt. Darum wurde der Fachbereich das neu formierten Teams unter der Leitung von Chefarzt Dr. Georg von Gagern nun in die „Klinik für Gefäßmedizin“ umbenannt.

„Um eine medizinische Versorgung der Region auch weiterhin auf diesem hohen Niveau und in exzellenter Qualität anbieten zu können, ist es meiner Meinung nach notwendig, nicht nur interdisziplinär zusammenzuarbeiten, sondern sich auch mit regionalen Partnern zu vernetzen“, erläutert Chefarzt von Gagern seine weiteren Pläne für die Gefässmedizin in Aue. „Darum werden uns gemeinsam mit unserer gefäßchirurgischen Partnerklinik des Helios Vogtland-Klinikum Plauen als Gefäßzentrum zertifizieren lassen und damit die Bildung des Gefäßzentrums SüdWestSachsen anstreben.“