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Schmerzklinik

Die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen

Die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen

Auch die Behandlung ist verschieden, so dass eine genaue Abklärung wichtig ist.

Spannungskopfschmerzen

Kopfschmerzen vom Spannungstyp stellen die häufigste Kopfschmerzerkrankung dar. Spannungskopfschmerzen zeichnen sich aus durch beidseitig auftretende Kopfschmerzen, die eine drückende oder beengende Schmerzqualität aufweisen. Sie können episodisch (an weniger als 15 Tagen im Monat) oder chronisch (an mehr als 15 Tagen im Monat) auftreten und werden nicht verstärkt durch körperliche Aktivität.

Eine zentrale Ursache der Schmerzsymptomatik liegt in einer Erhöhung der Muskelspannung, insbesondere in der perikranialen Muskulatur, bei der es im Verlauf der Erkrankung zu einer vermehrten Schmerzempfindlichkeit kommt. Bei der Behandlung von Spannungskopfschmerzen zeigt sich eine Kombination aus Pharmakotherapie, Entspannungsverfahren und Bewegungstraining besonders wirksam. Eine begleitende Psychotherapie kann hilfreich sein, um relevante emotionale Belastungsfaktoren, die eine chronische Erhöhung der Muskelspannung fördern, abzubauen.   

 

Migräne

Migräneerkrankungen zeichnen sich aus durch immer wiederkehrende Kopfschmerzattacken, die mehrmals im Monat auftreten und bis zu 72 Stunden andauern können. Die Kopfschmerzen zeichnen sich aus durch eine hohe Schmerzstärke und durch ihren pulsierenden Charakter, wobei der Schmerz oft einseitig im Bereich der Schläfenregion auftritt und durch körperliche Aktivität verstärkt werden kann. Häufige Begleitsymptome der Schmerzattacken sind Übelkeit sowie eine gesteigerte unangenehme Empfindlichkeit gegenüber Licht (Photophobie) oder Lärm (Phonophobie).

Bei Migräneerkrankungen unterscheidet man zwischen Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura. Symptome einer Aura setzen vor den Kopfschmerzen ein und zeigen sich in einer Reihe neurologischer Störungen wie Lichtblitzen, Kribbelempfindungen oder Sprechstörungen.

Die Migräne geht oftmals mit einer starken psychischen Belastung einher. Ursächlich liegt der Migräne eine Störung des trigeminovaskulären Systems zugrunde. Bei der Behandlung von Migräneerkrankungen ergibt eine multimodale Therapie mit medikamentöser Einstellung, Entspannungsverfahren, Physiotherapie und Psychotherapie gute Effekte, um die Auftretenshäufigkeit und Dauer von Migräneattacken zu reduzieren. Insbesondere ist es wichtig, eine regelmäßige Tagesstruktur und einen guten Schlaf-Wach-Rhythmus zu etablieren.

 

Clusterkopfschmerzen

Clusterkopfschmerzen sind eine relativ seltene Kopfschmerzerkrankung, die für die Betroffenen mit einem großen Leidensdruck verbunden ist. Es handelt sich dabei um sehr intensive Schmerzattacken mit bohrender oder brennender Schmerzqualität, die meist einseitig in der Schläfe und dem Bereich um die Augen auftreten.

Clusterkopfschmerzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in gewissen Lebensperioden besonders häufig auftreten und dann wieder für längere Zeiträume still bleiben. Obwohl die genauen Ursachen der Clusterkopfschmerzen noch nicht vollständig bekannt sind, geht man davon aus, dass eine funktionale Störung subkortikaler Hirnareale damit in Verbindung steht.

Zur Behandlung von akuten Clusterkopfschmerzen ist eine spezielle Pharmakotherapie in Verbindung mit einer Sauerstoffinhalation der geeignete Ansatz. Eine multimodale Schmerztherapie kann helfen, die Physiotherapie und Psychotherapie umfasst, kann hilfreich sein, um die Auftretenshäufigkeit und Intensität der Kopfschmerzen zu verringern, indem schmerzfördernde Bedingungen identifiziert und verändert werden. 

 

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz

Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Kopfschmerzerkrankungen. Diese Erkrankung wird durch einen übermäßigen Gebrauch von bestimmten Kopfschmerzmedikamenten (an mehr als 15 Tagen im Monat) hervorgerufen. Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen können bei bestehenden Spannungskopfschmerzen oder Migräneerkrankungen zusätzlich entstehen, wenn aufgrund der primären Erkrankung ein problematischer Medikamentengebrauch eingetreten ist.

Ursächlich geht man davon aus, dass es durch die übermäßige Einnahme der Schmerzmedikation zu einer Senkung der Schmerzschwelle und einer gesteigerten Schmerzempfindlichkeit kommt. Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen stehen oftmals in Verbindung mit einer erhöhten Depressivität oder einer Angstsymptomatik.

Die Behandlung des medikamenteninduzierten Kopfschmerzes erfordert einen Entzug von der betreffenden Medikation, wobei psychotherapeutische und physiotherapeutische Mitbehandlung hilfreich sein kann.