„Man sollte den Patienten so pflegen, wie man selbst gepflegt werden möchte.“

„Schön, dass du sowas machst.“ hört Aron oft, wenn er mit anderen über seinen Job redet. Erfahrt hier warum er sich keinen anderen Beruf vorstellen kann.

Warum hast du dich für die Ausbildung bei Helios entschieden?

Meine Mutter ist auch Krankenschwester und meinte, schau dir das bei uns doch mal an. In der Kindheit hatte ich nie irgendwelche Berührungspunkte mit der Arbeit meiner Mutter, aber ich dachte mir, warum nicht. Und so kam es dazu, dass ich im Krankenhaus zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) gemacht habe. Schon da haben mir die anderen Pfleger viel zugetraut und mir Verantwortung im Rahmen der Möglichkeiten übertragen. Das hat mich motiviert. Im Laufe der Woche wurde mir klar: Hier bin ich richtig, hier möchte ich arbeiten.

Du hattest 2018 die Gelegenheit, in eine andere Fachabteilung zu wechseln. Wie kam es dazu?

Nach meiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger war ich zunächst drei Jahre in der Unfallchirurgie. Hier konnte ich mich als Pfleger beweisen und wurde selbstsicherer. Das spürten auch die Patienten, die sich bei mir gut aufgehoben fühlten. Doch ich bin noch jung und wollte mir noch andere Fachrichtungen anschauen. Vor allem die Arbeit auf der Intensivstation interessierte mich. Ich erhielt die Gelegenheit, für ein paar Wochen dort reinzuschnuppern. Dabei merkte ich, dass das genau mein Ding ist. Nach ein paar Gesprächen mit meinem Teamleiter war klar: „Dem Jungen muss man die Chance geben, dorthin zu wechseln“.

Und wie verlief der Stationswechsel bei Helios?

Der Wechsel ging absolut problemlos. Ich hatte ja vorab bereits mit der Stationsleitung gesprochen. Danach musste ich eigentlich nur noch einen Versetzungsantrag bei der Verwaltung stellen. Der wurde zügig bewilligt und schon war ich da. Gleich am ersten Tag habe ich einen Mentor zur Seite gestellt bekommen, der mir die komplexe Arbeit auf der Intensivstation genau erklärte. Das hat mir sehr geholfen, schnell selbstständig auf der neuen Station zu arbeiten.

Du hast bei Helios schon in mehreren Teams gearbeitet. Wie wurdest du dort aufgenommen?

Ich wurde in jedem Team sehr herzlich aufgenommen. Trotz der Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringen kann, hatte jeder ein offenes Ohr für mich. Das empfand ich als sehr positiv. Auch heute noch habe ich das Gefühl, einfach gut aufgehoben zu sein. Ich kann mir einfach kein besseres Team vorstellen.

Wie ist die Arbeit mit Patienten?

Meiner Meinung nach sollte jeder Patient so gepflegt werden, wie man selbst gepflegt werden möchte. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Die Patienten bei uns haben eine OP hinter sich, wachen auf und sind oft verwirrt. Ganz wichtig ist hier Einfühlungsvermögen – und Respekt. Den habe ich nach all den Jahren nicht verloren. Klar war ich bei meinen ersten Patienten noch etwas ängstlich. Immerhin bin ich für ihr Wohl mitverantwortlich. Heute bin ich viel routinierter und sicherer. Ich traue mir mehr zu, weil ich meinen Job beherrsche. Diese Selbstsicherheit spüren auch die Patienten. Das Team, egal in welcher Abteilung ich arbeite oder gearbeitet habe, hat mich hierbei immer unglaublich unterstützt.

Glaubst du, dass du einen wichtigen Job machst?

Definitiv ist mein Beruf als Krankenpfleger wichtig. Jeder in meinem Freundeskreis findet es wirklich beeindruckend, was ich mache. Vor allem, weil ich noch so jung bin und kein Problem damit habe, Menschen, denen es nicht gut geht, so zu umsorgen und zu pflegen. So einen sozialen Beruf im Krankenhaus auszuüben, können sich viele für sich einfach nicht vorstellen. Immer, wenn ich mit anderen über meinen Beruf rede, sagt man mir: „Schön, dass du sowas machst.“