Antibiotika und Antimykotika

Cephalosporine 4. Generation (Breitspektrum-Cephalosporine)

Wirkstoff:

Cefepim

Wirkstoffgruppe:

Betalactam-Antibiotika, Ceftazidim-Gruppe

Handelsnamen:

Cefepim MIP®, Maxipime®

Indikationen:

  • schwere nosokomiale Infektionen
  • Pseudomonas-Infektionen

Zulassung:

Schweren Infektionen, die durch Cefepim-empfind-liche Erreger verursacht werden:

  • Pneumonie

  • Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)

  • Komplizierte Infektionen des Bauchraumes

  • Peritonitis in Verbindung mit Dialyse bei Patienten mit kontinuierliche ambulanter Peritonealdialyse (CAPD)

  • Akute Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege

  • febrile Neutropenie, bei der eine bakterielle Infektion als Ursache vermutet wird

Sensible Spezies:

Wenn sensibel getestet:

  • Pseudomonas spp.
  • Escherichia coli
  • Proteus mirabilis
  • Klebsiella spp.

Dosierungsempfehlungen:

Erwachsene und Jugendliche über 40 kg Körpergewicht (etwa über 12 Jahre):

  • Standarddosis: 3 x 2 g

Säuglinge und Kinder (ab 1 Monat bis 12 Jahre und/oder einem Körpergewicht von ≤ 40 kg):

  • siehe DGPI-Handbuch

Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz:

Erwachsene und Jugendliche über 40 kg Körpergewicht (etwa über 12 Jahre):

Kreatinin-Clearance [ml/min] Empfohlene Erhaltungsdosierung: Einzeldosis und Dosierungsintervall
> 50 2 g alle 8 h
30-50 2 g alle 12 h
11-29 2 g alle 24 h
≤ 10 1 g alle 24 h

Kinder und Säuglinge:

  • siehe DGPI-Handbuch

Gewebegängigkeit:

  • gute Gewebegängigkeit

Nebenwirkungen:

Häufig:

  • positiver Coombs-Test
  • Verlängerung der Prothrombin-Zeit, Verlängerung der partiellen Thromboplastin-Zeit, Anämie, Eosinophilie
  • Gefäßwandentzündung an der Infusionsstelle
  • Diarrhoe
  • gelegentlich Pseudomembranöse Colitis
  • erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhte Aspartat- Aminotransferase, Bilirubin im Blut erhöht
  • Ausschlag
  • Reizungen an der Infusionsstelle, Schmerzen an der Einstichstelle, Entzündungen an der Einstichstelle - erhöhte alkalische Phosphatase

Gelegentlich oder selten, aber schwerwiegend:

  • Pseudomembranöse Colitis
  • Toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom
Rote Hand-Brief bezüglich eingeschränkter Nieren funktion beachten!

Referenzen:

  1. Fachinformation Cefepim-MIP 1 g / 2 g, Stand 11/2014
  2. Fachinformation Maxipime, Stand 04/2018
  3. Hans-Reinhardt Brodt, “Stille” Antibiotika-Therapie, 12. Auflage 2013, Schattauer Verlag
  4. DOSING - Informationen zur Arzneimittel-Anwendung & - Sicherheit, Dosierung bei Niereninsuffizienz, www.dosing.de