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Wie sinnvoll sind Saftkuren?

Während einer Saftkur, auch bekannt als Saftdiät oder Saftfasten, ersetzen Sie für drei bis sieben Tage feste Nahrung durch frisch gepresste Vitaminbomben in Kombination mit Tees, Gemüsebrühe und stillem Wasser. Wie sich das auf den Körper auswirkt, erklärt unsere Expertin.

Composition of fruits and glasses of juice

Saftkur: Was passiert dabei im Körper?

Die Enzyme, Pflanzenstoffe und Antioxidantien helfen, eingelagerte Stoffwechselrückstände sowie Fette zu lösen und auszuscheiden und haben eine reinigende Wirkung auf den Organismus. Mit einer Saftkur kann der Körper die aufgenommenen Stoffe optimal verarbeiten - anders als mit einem vollen Bauch. So trägt die „fruchtige Auszeit“ dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Außerdem werden die Zellregeneration und der Fettstoffwechsel angeregt.

Wie bereitet man sich vor?

Bevor Ihre Saftkur beginnt, sollten Sie idealerweise ein bis zwei Entlastungstage einlegen. Diese tragen dazu bei, dass die Saftkur ohne Schwierigkeiten – und viel wichtiger – ohne Hungergefühl durchgehalten wird. Während der Entlastungsphase ist es gut, auf Koffein, Zucker, tierische Produkte und künstliche Zusatzstoffe zu verzichten. Entweder Sie greifen auf fertige Saftkuren zurück oder Sie mixen Ihren flüssigen Energiekick täglich selbst. Alles was Sie hierfür zusätzlich benötigen, ist ein Entsafter.

Was kommt rein?

Jede Menge Gemüse, Kräuter, Beeren und Früchte – also Lebensmittel, die den Magen-Darm-Trakt nicht schwer belasten. Auch wenn es kein richtig oder falsch bei der Umsetzung gibt, sollten Sie stets folgende Regel befolgen:

Jede Mahlzeit, ganz gleich ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen, wird durch einen Saft mit jeweils 200 bis 250 Millilitern ersetzt. Zusätzlich dazu, sollten Sie bis zu drei Liter Wasser, ungesüßte Tees oder Gemüsebrühe trinken.

Welche Obst- und Gemüsesorten gut geeignet sind, hängt von der individuellen Toleranz und zum Beispiel dem Säure-Basen-Gleichgewicht ab. „Eine Mischung aus Obst und Gemüsesäften ist gut geeignet, da das Gemüse den Säuregehalt von Obst eindämmt und auch der Blutzucker nicht zu schnell ansteigt“, sagt Teresa Lorenz, Diätassistentin im Helios Klinikum Emil-von-Behring.

Was gibt es zu beachten?

Wenn Sie zum ersten Mal eine Saftkur machen, sollten Sie darauf achten, den Körper nicht zu überfordern. Drei Tage reichen anfangs schon aus, um positive Auswirkungen zu spüren. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen diese besondere Form des Fastens leichtfällt, können Sie die Detox-Kur bis auf maximal eine Woche ausdehnen. Im Anschluss gilt es, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten.

Eine Saftkur sollte am besten an freien Tagen oder im Urlaub durchgeführt werden und nicht während des stressigen Alltagslebens. Der Verzicht auf Nahrung kann nämlich einige spürbare Veränderungen im gewohnten Blutzuckerprofil, der Leistungsfähigkeit und dem Ruhebedarf mit sich bringen. „Deswegen empfehle ich, diesen Prozess auch von fachlicher Seite betreuen zu lassen“, sagt Teresa Lorenz.

Hier noch ein Tipp zum Durchhalten: Kleine Mengen trinken, die Flüssigkeit kurz im Mund behalten und jeden Schluck ganz bewusst genießen. So fällt der Verzicht auf feste Nahrung wesentlich leichter.

Helios Klinikum Emil von Behring

Diätassistentin & Ernährungstherapeutin

Welche Obst und Gemüsesorten gut geeignet sind, hängt von der individuellen Toleranz und z.B. dem Säure- Basen- Gleichgewicht ab. Eine Mischung aus Obst und Gemüsesäften ist gut geeignet da das Gemüse den Säuregehalt von Obst eindämmt und auch der Blutzucker nicht zu schnell ansteigt.

Rezepte

Wir haben zwei Rezepte, die nicht nur gesund sind, sondern Ihnen den „Verzicht“ besonders leichtmachen.

Rote Beete-Saftkur

  • 1 kleine Rote Bete Knolle
  • 4 rote Äpfel
  • 2 Orangen
  • 1 Banane
  • 100 g Heidelbeeren
  • 1 bis 2 Zentimeter Ingwer
  • 1 Prise Cayennepfeffer

Dieser rote Saft strotzt vor Vitamin B, Folsäure, Kalium und Eisen und dank des Ingwers fällt der Geschmack der roten Beete nicht so stark ins Gewicht.

Tropischer Karotten-Apfel-Saft

  • 2 Äpfel
  • 4 bis 5 Karotten
  • 300 g Ananas
  • 1 bis 2 Zentimeter Ingwer

Die Karotten enthalten viel Vitamin A, B und K und harmonieren geschmacklich perfekt mit den Äpfeln. Die Ananas ist optional und kann bei eher sauren Äpfeln auch weggelassen werden.

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