Kürbis mit Köpfchen

Kürbis mit Köpfchen

In der Nacht vom Oktober auf den November ist der Halloweenkürbiskopf der gespenstische Star. Geschnitzt wird er traditionell aus dem Kürbis namens „Ghost Rider“. Kürbiskenner*innen ist auch die „Bischofmütze“ nicht fremd. Die hat’s ebenfalls in sich. Seien Sie bereit für Interessantes und Wissenswertes rund um das vielfältige Fruchtgemüse!

Richtig gelesen, der Kürbis ist gleichzeitig Obst und Gemüse – sozusagen eine Gemüsepflanze mit oberirdisch wachsenden Früchten. Er entsteht aus befruchteten Blüten, wächst aber am Boden. Fruchtgemüse halt, so wie Paprika, Tomaten und Gurken. Diese sind botanisch genauer betrachtet Beeren. Denn sie gehen wie der Kürbis aus verwachsenen Fruchtblättern hervor und ihr Fruchtfleisch umhüllt mehrere Samen. Wenn Sie also mal für überraschte Blicke am Mittagstisch sorgen wollen, dann kündigen Sie Riesenbeeren an und tischen ein Kürbisgericht auf.

Kürbis, der gesunde Verwandlungskünstler

Die vielfältigen Formen der Kürbissorten sind schon erstaunlich. Die erwähnte Bischofmütze gleicht tatsächlich einer solchen – ringförmig mit oberen Wulsten. Ganz anders der Butternut. Er erinnert doch eher an eine Birne, während der Hokkaido zwiebelförmig daherkommt. Manche Kürbissorten können riesige Ausmaße annehmen und ernten bei Gartenolympiaden großes Staunen. Ein wahres Schwergewicht ist der Atlantic Giant. Der hat tatsächlich einmal knapp 1.200 kg auf die Waage gebracht und seinem Züchter einen Weltrekord beschert.

Eines haben alle Kürbissorten gemeinsam: Ihr Fruchtfleisch und ihre Kerne enthalten wertvolle, gesunde Inhaltsstoffe. Kalium, Kalzium, Magnesium, Betacarotin, Eisen, Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Linolsäure, Ballaststoffe und manches mehr.

Obwohl Superfood ein Modebegriff ist, trifft er auf Kürbisse zu. Seine reichhaltigen Nährstoffe sind gut für fürs Herz, für Nerven, Muskeln, den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, den Aufbau von Knochen und Zähnen und vielem mehr. Gleichzeitig sind Kürbisse kalorienarme Kost.

Franziska Meyer, Ernährungswissenschaftlerin am Helios Park-Klinikum Leipzig

So mannigfaltig wie seine Inhaltsstoffe und Formen sind auch die Zubereitungsmöglichkeiten von Kürbissen.

Herbstzeit ist Kürbiszeit: guten Appetit

Begeben Sie sich auf die Kürbis-Entdeckungsreise! Zahlreiche Kürbishöfe und -märkte freuen sich auf Ihren Besuch. Danach schöpfen Sie aus dem schier unendlichen Fundus an Zubereitungsmöglichkeiten des besonderen Fruchtgemüses und zaubern leckere, abwechslungsreiche Mahlzeiten auf den Tisch. Der Bischofsmützenkürbis ist zum Beispiel ideal, um ausgehöhlt als Terrine für ein Kürbiscremesüppchen zu dienen. Der Hokkaido, dessen Schale man bekanntlich mitessen kann, ist mariniert und im Ofen gebacken eine Gaumenfreude. Kürbisse sind auch eine fantastische Grundlage für fleischlose Gerichte. Sie werden nichts vermissen. Das Fruchtfleisch des Ghost Riders schmeckt übrigens süßlich mild und ist ideal für Kuchen und Nachspeisen geeignet. So schlagen Sie zu Halloween zwei Fliegen mit einer Klappe: erst gruseln, dann schlemmen.

kochmuetze

Inspiration gefälligst?

In einem vergangenen Beitrag haben wir ein leckeres Rezept für Kürbissuppe mit Kokosmilch vorbereitet. Einfach hier klicken und nachkochen.