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Ernährung bei Rheuma

Rheuma-Patient:innen sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten. Denn die passende Kost kann entzündliche Beschwerden und Schmerzen lindern. Hier finden Sie Tipps sowie ein Rezept zum Nachkochen.

Still life concept of healthy heart foods

Ernährung konsequent umstellen

Eine ausgewogene Ernährung ist ein Baustein der Rheumabehandlung. „Bei Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichem Rheuma beobachten wir weniger Beschwerden, wenn sie konsequent ihre Ernährung umstellen und dabei vor allem den Fleisch- und Wurstkonsum einschränken“, sagt. Prof. Dr. Eugen Feist, Chefarzt für Rheumatologie in der Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern. Ernährungsexpert:innen empfehlen bei rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen eine überwiegend pflanzliche Kost, die durch fettarme Milchprodukte und Fisch ergänzt wird.

Bei der Gestaltung des Speiseplanes ist es vor allem wichtig weniger entzündungsfördernde Arachidonsäure aufzunehmen. Diese Fettsäure steckt vor allem in Fleisch, Ei und fettreichen Milchprodukten. Das Umstellen der Ernährung kann die medikamentöse Therapie sinnvoll ergänzen, da Entzündungsprozesse gemildert werden. Auch beim Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose, kann eine Ernährungsumstellung positive Effekte bringen.

So senken Sie Ihr Osteoporose-Risiko

Der beste Schutz vor Osteoporose ist immer noch eine gesunde Lebensweise, die zumindest die beeinflussbaren Risikofaktoren vermeidet. „Nicht Rauchen, wenig Alkohol und eine gesunde Ernährung mit Lebensmitteln mit hohem Calciumgehalt sind ratsam“, sagt Prof. Dr. Eugen Feist..

Besser essen gegen Schmerzen

„Bei Schmerzen können wir uns auch an unserem Kühlschrank bedienen und nicht nur am Medikamentenschrank“, weiß der erfahrene Rheumatologe. Denn viele natürlich vorkommende Schmerzhemmer stecken in vielen Lebensmitteln. „Der Körper kann natürlich vorkommende Stoffe besser nutzen und verarbeiten als Medikamente. Noch dazu belasten die Nahrungsmittel Nieren und Magen nicht so stark, wie Schmerzmedikamente dies tun.“ Meist sind Entzündungen verantwortlich für die Schmerzentstehung im Körper.

Wunderwaffe gegen die Arachidonsäure ist Omega 3. „Diese Fettsäure, die in Lachs und Hering oder Leinöl vorkommt, hemmt die Wirkung der Arachidonsäure. Täglich ein bis zwei Esslöffel Leinöl, am besten in Kombination mit Quark, Haferflocken und Nüssen ist ein tolles Frühstück.“ Ebenfalls gut gegen chronische Entzündung sind die Vitamine C und E, denn sie binden sogenannte freie Radikale, die die Zellen angreifen. Hier bieten sich Paprika, Kohl, Nüsse und grünes Blattgemüse an.

Wichtig zu wissen: Die richtige Ernährung kann die Rheumatherapie ergänzen, aber nicht ersetzen.

Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern

Chefarzt Rheumatologie und Klinische Immunologie

Lebensmittel mit viel tierischem Eiweiß wie Fleisch, Wurst und Fast Food fördern Entzündungen, da sie tierische Arachidonsäure enthalten. Diese sorgt unter bestimmten Stoffwechselbedingungen bei Rheuma häufig für einen Schmerz-Schub. 

Diese 5 Lebensmittel sollten Rheuma-Patient:innen bevorzugen

  1. Lachs/Fisch: Seefisch enthält viel gesunde Omega-3-Fettsäuren.
  2. Leinsamen/Leinöl: Wer keinen Fisch mag, kann Omega-3-Fettsäuren aus Leinsamen oder -öl gewinnen.
  3. Paprika: Rohe rote Paprika enthält 140 Milligramm Vitamin C – grüne oder gekochte Paprika deutlich weniger.
  4. Nüsse: Sie sind ein sehr guter Vitamin-E-Lieferant. Bei einer Nussallergie kann alternativ zu Olivenöl gegriffen werden.
  5. Ingwer: Die Allzweckwaffe gegen Schmerzen, ob roh oder gekocht.

Rezept für Blumenkohl-Pizza

Zutaten für zwei Portionen

Für den Boden:

  • 220 g Blumenkohl
  • 1 Ei
  • 180 g (bis 30 Prozent Fett in der Trockenmasse) Käse
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL italienische Kräuter
  • 1/2 TL Salz

Für den Belag:

• 500 g passierte Tomaten

• nach Wunsch: Gemüse, Putenaufschnitt, Schinkenwürfel, Käse

Zubereitung

  1. Den Blumenkohl mit der Reibe oder dem Mixer fein zerkleinern, bis er am Ende eine ähnliche Konsistenz wie Grieß hat.
  2. Den Blumenkohlgrieß etwa acht Minuten im Dampfgarer oder in der Mikrowelle bei 600 Watt vorgaren. Den Backofen auf 180° C vorheizen.
  3. Knoblauch fein hacken, den Käse raspeln oder geriebenen Käse verwenden.
  4. Zu Käse, Blumenkohl und Knoblauch fügen Sie ein Ei, sowie jeweils einen Teelöffel italienische Gewürze und Salz hinzu.
  5. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen und etwa 15 Minuten backen, bis der Boden etwas braun ist.
  6. Anschließend die passierten Tomaten auf den Pizzaboden verteilen und die Pizza nach Belieben belegen und mit zwei Händen voll geriebenem Käse toppen.
  7. Für weitere zehn Minuten in den Backofen bis der Käse verlaufen ist.
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* Die angegebenen Werte entsprechen dem mittleren Tagesbedarf für Frauen und Männer gemäß der D-A-CH-Referenzwerte und beziehen sich auf eine Portion/ein Stück.

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