Heilig und beliebt: Die Feige als Superfrucht

Heilig und beliebt: Die Feige als Superfrucht

Aktuell liegen sie wieder in den Obstregalen der Super- und Wochenmärkte. Mit ihrem leichten bläulichen Schimmer sprechen Feigen die Kunden nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch an. Aber ist das, was gut aussieht, auch gesund? Isst man die Feige nun mit oder ohne Schale? Und wann sollte und darf man sich diesen leckeren Snack gönnen? Unsere Ernährungsexperten stellen euch diese exotische Frucht vor.

Die Feige, Ficus carica, ist ein Maulbeergewächs. Bekannt sind mehr als 150 Sorten, die sich den Liebhabern in unterschiedlichen Farben präsentieren. So kann die Schale violett bis rotbräunlich und sogar schwarz, aber auch weiß, gelb oder grün sein. Im deutschen Handel finden wir vorwiegend blaue Feigen. Das Fruchtfleisch ist dabei weiß-rosa bis rötlich mit kleinen, essbaren Kernen und garantiert einen süßlich-aromatischen Geschmack. Typisch ist ein leichter weißer Film auf der Schale.

In vielen Kulturen gilt die Feige als heilige Frucht. Ursprünglich aus Kleinasien stammend wird seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum kultiviert. Feigen sind keine richtigen Früchte, sondern Scheinfrüchte – die Blüten wachsen nach innen und bilden das Fruchtfleisch.

Feigen sind ein echtes Superfood

„Als gesunde und energiereiche Früchte waren Feigen schon in der Antike beliebt. Sie sättigen, entgiften, stärken unser Immunsystem und wirken zugleich anregend“

beschreibt Franziska Meyer, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin am Helios Park-Klinikum Leipzig die Superfrucht.

Mehr als nur süß:

Eine Frucht (60 g) hat nur knapp 40 kcal und stellt unserem Körper jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe zur Verfügung:

  • Vitamin K und Kalzium sind gut für den Knochenbau. Wenn man auf Milchprodukte verzichtet, sind Feigen eine wertvolle pflanzliche Kaliziumquelle.
  • Kalium senkt den Blutdruck und unterstützt die Herztätigkeit.
  • Eisen unterstützt den Körper dabei, Blut zu bilden.
  • B-Vitamine regulieren unter anderem den Stoffwechsel und hellen die Stimmung auf.
  • Vitamin E stärkt die Abwehrkräfte.

Zugleich liefert die Feige uns neben Magnesium und Phosphor auch verdauungsfördernde Enzyme und sättigende Ballaststoffe. Sie wirkt basisch und stabilisiert damit unseren Säurehaushalt. „Die kleinen unverdaulichen Kerne quellen im Darm auf und ‚reinigen‘ so den Verdauungstrakt, stärken die Darmflora und kurbeln die Verdauung an. Als natürliches, sanftes Abführmittel lassen sie sich gut bei leichten Verstopfungen einsetzen“, rät Franziska Meyer.

Es ist immer Feigenzeit

Feigensaison ist im Prinzip das ganze Jahr über, da die Früchte grundsätzlich nach Deutschland importiert werden. Die Feige ist eine Wärme liebende Pflanze und gedeiht im gesamten Mittelmeerraum sowie in Südafrika, Australien, Neuseeland, Chile, Mexiko, Kalifornien und China. Noch bis in den späten Herbst dauert die Hauptsaison für die besonders aromatischen Feigen aus Griechenland und Frankreich.

Beim Einkauf sollten die Früchte weich, aber nicht matschig sein, angenehm riechen und auf vorsichtigen Druck leicht nachgeben. Am besten kauft man sie unmittelbar vor dem Verzehr, da die Feige sonst schnell in die Gärung übergeht.

Tipp: Bei der Lagerung sollten die druckempfindlichen Früchte nebeneinanderliegen und sich nicht berühren. Der Kühlschrank ist nicht der richtige Aufbewahrungsort, da hier der Faulungsprozess schneller beginnt und Geschmack verloren geht.

Je nach Belieben

Am besten schmecken Feigen frisch. Vollreife Früchte sollte man vor dem Verzehr lediglich vorsichtig waschen und putzen. Die Schale kann mitgegessen werden.

Genauso schmackhaft sind sie aber auch getrocknet. „Dann enthalten Sie besonders viele Nährstoffe – aber auch mehr Fruchtzucker“, erklärt die Ernährungsexpertin. Gerade für Sportler sind sie so der ideale Snack und sorgen für einen gesunden Energieschub. Aber auch als leckere Zugabe zum Müsli erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

Aus dem Saft reifer Feigen kann ein köstlicher Dessertwein hergestellt werden. In Portugal und Spanien findet sich auf den Tischen zudem Feigenkäse aus reifen Feigen, Haselnüssen, Pinienkernen, Pistazien, Mandeln und Gewürzen. Sehr bekömmlich ist Feigenkaffee. Hierzulande werden sommerliche Salate gern mit frischen Feigenfrüchten verfeinert.

Aber Vorsicht: Zucker ist und bleibt Zucker! Auch natürliche Süßigkeiten sollten nur in Maßen genossen werden,

warnt die Ernährungsspezialistin
brain

Schon gewusst?

Feigen haben eine ganz besondere Eigenschaft, die sich gerade in der dunklen Jahreszeit positiv bemerkbar macht: Sie heben die Stimmung und wirken effektiv gegen herbstliche Müdigkeit.
Also, kommt fruchtig-süß und gesund durch den Herbst.

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