Der gesunde Apfel: Eine runde Sache!

Der gesunde Apfel: Eine runde Sache!

An jedem dritten Samstag im September wird der Iss-einen-Apfel-Tag gefeiert. Wir bedanken uns bei dem gesunden Obst für seine vielen Nährstoffe. Und wir beglückwünschen alle, die gern herzhaft zubeißen und sich Gutes tun. Lesen Sie Interessantes und Wissenswertes rund um den Apfel!

Vom Alkmene bis zum Ziemerling, ob Boskop oder Elstar: Der Apfel ist das beliebteste Obst Deutschlands. Knapp 26 Kilo Äpfel werden jährlich pro Kopf gegessen. Das entspricht etwa 170 Äpfeln der unterschiedlichsten Sorten. Eine gute Nachricht, wie wir finden.

Äpfel sind gesund. Sie haben wenig Kalorien und enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Antioxydantien. Ein Großteil der Nährstoffe sitzt direkt unter der Schale. Esst Äpfel am besten ungeschält aber gewaschen, um etwaige Pestizide zu entfernen. Oder greift gleich zum Bio-Apfel.

Franziska Meyer, Ernährungswissenschaftlerin am Helios Park-Klinikum Leipzig

Die Nährstoffe im Apfel lesen sich wie ein reich gedeckter Tisch mit Gesundem – allem voran: die Vitamine B1, B2, B6, E und C, Kalium, Kalzium, Folsäure, Pektine und Polyphenole. Mit durchschnittlich knapp 55 Kilokalorien und rund sechs Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm ist der Apfel eine leichte Kost. Sein Wasseranteil von 85 % macht ihn darüber hinaus zum Durstlöscher. Äpfel sind in jeder Hinsicht eine runde Sache.

Der Apfel als Heilpflanze

Der Apfel taucht schon in alten babylonischen Schriften als Heilpflanze auf. Als solche wurde er auch in der mittelalterlichen Medizin angewendet. Dass Äpfel Krankheiten heilen können, wäre zu viel gesagt. Gesundheitsfördernd ist der Verzehr des beliebten Obstes allerdings schon. Die genannten Apfel-Nährstoffe entfalten allesamt positive Effekte im menschlichen Körper.

Unterschiedliche Studien verweisen darauf, dass das regelmäßige Essen von Äpfeln bestimmte Krankheitsrisiken senken soll. Hier muss man den Blick weiten. Wer ungesund lebt, dem ist allein mit dem häufigen Apfelverzehr nicht geholfen. Aber Äpfel können ein hilfreicher Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.

(Über-)Irdische Apfelgeschichten

Angeblich hat der englische Astronom und Physiker Isaac Newton die Schwerkraft entdeckt, als er einen Apfel von einem Baum fallen sah. Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, weiß jedenfalls der Volksmund zu berichten. Adam und Eva hatten laut der Bibel ein Problem, als sie die „Frucht vom Baum der Erkenntnis“ aßen, die vielleicht ein Apfel war. Im Volksglauben wurde berichtet, dass Adam der Apfel (der auch eine Feige gewesen sein könnte) im Halse stecken blieb. Der Begriff Adamsapfel war bald geboren und meint in der Medizin den sichtbaren Vorsprung des Kehlkopfes bei Männern. Die Kelten hofften, dass sie nach ihrem Ableben auf die mystische Apfelinsel Avalon kommen. Und unsere Vorfahren nutzen den „König der Früchte“ gar als Orakel oder um bösen Zauber abzuwehren.

Wir brauchen nicht groß zu orakeln oder Geschichten zu erfinden: Äpfel sind gesund. Das steht fest. Und wer mal Lust auf Apfelmus hat, für den haben wir hier ein einfaches Rezept ohne unnötigen Zucker parat: Apfelmus-Rezept. Guten Appetit!