Helios Klinikum Emil von Behring

Berliner Pflegedirektorin hilft Obdachlosen

Berliner Pflegedirektorin hilft Obdachlosen

Angela Pistorius ist Berlinerin, eine echte West-Berlinerin. Sie kennt die Stadt und liebt sie – auch oder gerade weil manches hier roh und ja …“upgefuckt“ ist. Hier gab es schon immer alles. Obdachlose gehören dazu. Doch vor rund fünf Jahren stellte Angela Pistorius nach einem Zoobesuch mit ihrem Enkel fest, dass es unglaublich viele Obdachlose geworden sind. Kurzentschlossen entschied sie, etwas für diese Menschen zu tun. Denn auch das ist Berlin: Ärmel hochkrempeln und machen!

Ein kleiner Teil von den Einkäufen von Angela Pistorius für die Bahnhofsmission Berlin.

Jetzt fährt die Pflegedirektorin vom Helios Klinikum Emil von Behring vier bis fünfmal im Jahr in die Drogerien und Supermärkte ihrer Nachbarschaft und füllt mehrere Einkaufswägen mit Lebensmitteln, Süßwaren und Drogerieartikeln. Darüber hinaus sortieren sie und ihre Familie Kleidung aus und fragen auch Freunde, Nachbarn und Kolleginnen und Kollegen, die immer etwas geben. Gemeinsam mit ihrem Mann packt sie dann den privaten Kombi voll und fährt damit zur Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo, wo gerade zur Vorweihnachtszeit besonders viele Menschen ohne ein Zuhause stehen und in der Kälte warten.

Das erste Mal hatte sie noch etwas Sorge, wie die Menschen auf sie reagieren würden.

Es schwingt auch immer ein Gefühl der Demut mit, weil wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wenn ich in Rente bin, möchte ich mich viel stärker bei der Bahnhofsmission engagieren.“

, sagt Angela Pistorius.

Gemeinsam bringen sie dann alle Waren in die Bahnhofsmission, wo alles in Regale verteilt wird.

Nach jeder Spendenfahrt gehen Angela Pistorius und ihr Mann einen Kaffee trinken. Das ist ein ruhiges und nachdenkliches Ritual geworden. Sie sprechen darüber, wen sie wiedergesehen haben – und wen nicht mehr. „Es schwingt auch immer ein Gefühl der Demut mit, weil wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen.“

Sich für die Bahnhofsmission zu engagieren, kann jeder. Das erste Mal ist es hilfreich, dort anzurufen. Aber Hygieneartikel, Schlafsäcke, Isomatten oder Rucksäcke sind immer willkommen. Genauso gut ist es aber auch, einem Menschen auf der Straße einfach einen Kaffee oder ein Brötchen vorbeizubringen.

Angela Pistorius wird auf jeden Fall weitermachen. Noch viele Jahre. „Wenn ich in Rente bin, möchte ich mich viel stärker bei der Bahnhofsmission engagieren.“ Danke Angela.

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