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Intraoperative Strahlentherapie

Intraoperative Strahlentherapie

Die intraoperative Strahlentherapie bietet die Möglichkeit, die Strahlendosis während der Operation unmittelbar im Tumorbett zu applizieren. Vorher wird in der Regel der bösartige Tumor entfernt. Bei der Behandlung wird das Verfahren in enger Kooperation mit anderen Fachabteilungen angeboten.

Rekonstruierter Dosisplan in axialer Schnittführung. Bestrahlung Sakrumvorderseite nach Entfernung eines Rektum-Ca-Rezidivs.

Liegt ein Erkrankungsrückfall im Becken- oder Bauchbereich vor und ist bereits im Rahmen der Primärbehandlung eine Bestrahlung von außen (perkutane Bestrahlung) erfolgt, so ist eine nochmalige Bestrahlung von außen häufig nicht oder nur mit hohem Risiko möglich.

Rekonstruierter Dosisplan in coronarer Schnittführung. Bestrahlung Sakrumvorderseite nach Entfernung eines Rektum-Ca-Rezidivs.

Hier kann die intraoperative Strahlentherapie eine schonendere Möglichkeit darstellen, nochmal eine Bestrahlung durchzuführen. Zunächst wird in der Regel nochmals eine Tumorentfernung durchgeführt. Falls der Operateur den Tumor nicht komplett entfernen kann oder der Abstand zum gesunden Gewebe sehr knapp bleibt, kann die intraoperative Strahlentherapie im Tumorbettbereich helfen, verbliebene Tumorzellen zu vernichten. Dabei ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem Chirurgen und dem Strahlentherapeuten bei diesem Vorgehen von größter Wichtigkeit.

Rekonstruierter Dosisplan in sagitaler Schnittführung. Bestrahlung Sakrumvorderseite nach Entfernung eines Rektum-Ca-Rezidivs.

Zur Anwendung kommt bei uns das sogenannte High Dose Rate-Intraoperative Strahlentherapie (HDR-IORT-Verfahren). Bei diesem Verfahren wird während der OP nach Tumorentfernung ein auf den jeweiligen Patienten zugeschnittenes Silikonkissen exakt im Tumorbett positioniert. In diesem Silikonkissen sind Hohlkatheter genau platziert, über die nach einem zuvor berechneten Plan die eigentliche Strahlenquelle (Iridium-192) in den zu bestrahlenden Bereich eingebracht wird. Dabei passt man die Dosis durch Variation der Bestrahlungszeit der Form des Tumors an. Platzierung des Silikonkissens, Therapieplanung und Durchführung erfolgen, während der Patient noch in Narkose ist. Direkt nach der Bestrahlung werden Silikonkissen und Katheter entfernt.

Bewegliche Organe des Körpers wie z. B. Darmanteile, Leber oder Blase können aus dem Strahlfeld herausgehalten und dadurch geschont werden.