Leistungen Dr. Maria Plett

Leistungen Dr. Maria Plett

In der phlebologischen Sprechstunde des MVZ Chirurgie Remscheid behandeln wir Patienten mit Venenerkrankungen und deren Folgen.

Krampfadererkrankungen (Varikosis)

Venenkrankheiten gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern überhaupt. Nach Studiendaten leiden mehr als 60% aller Erwachsenen in Deutschland an Besenreisern und etwa 30% an größeren Krampfadern. Krampfadern ( Varizen) liegt meist eine angeboren Bindegewebsschwäche zugrunde.

Varizen sind krankhafte Veränderungen des oberflächigen Venensystems. Mit fortschreitender Erkrankung kommt es in Folge der Abflussstörung des Blutes zu schweren Schäden im Bein.

Anfänglich treten unspezifische Symptome wie Schwellung, Schweregefühl oder nächtliche Krämpfe auf. Die Hautverfärbung, Entzündung der oberflächigen Venen und das Ulcus cruris ( „Offenes Bein“) stellen das schwere Krankheitsbild dar. Die Gefahr der Thrombose und der Lungenembolie sind weitere Risiken der Varikosis.

Durch eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie der Varikosis werden Spätfolgen verhindert.

Die Voruntersuchung der Venen mit der Farbduplexsonographie- eine spezielle Ultraschalluntersuchung- erfolgt in der Sprechstunde.

 

Konservative Therapie

Die meisten Venenerkrankungen können konservativ behandelt werden. Den Patienten wird eine Kompressionstherapie verordnet. Dabei werden Kompressionsbinden oder Kompressionsstrümpfe eingesetzt, die von außen einen Druck auf die Venen ausüben. So wird der Blutfluss in den Venen verbessert und die Wasseransammlungen (Ödeme) im Gewebe werden reduziert. Bei hartnäckigen Ödemen kann zusätzlich eine manuelle Lymphdrainage eingesetzt werden.

 

Operative Therapie der Varikosis

Die Behandlung, die am ehesten dauerhaft von Krampfadern befreit, ist die Operation. Dabei wird  die veränderte Vene entfernt. Für den Blutabfluss ist die fehlende Krampfader kein Problem, da vor jeder Operation kontrolliert wird, ob die tiefen Beinvenen durchgängig sind und somit der Blutabfluss gesichert ist. Vor jeder Operation wird der Patient ausführlich über die Art der Operation aufgeklärt.  

In unserem  MVZ werden verschiedene Operationsverfahren ambulant durchgeführt:

  • Crossektomie und Stripping der V. saphena magna und V.  saphena parva (chirurgisches  Standardverfahren)
  • Perforansligatur und Miniphlebektomie (narbenfreies Verfahren)
  • CHIIVA- Methode (gezielte Unterbrechung des krankhaften Kreislaufes an bestimmten Stellen des Beines, die zur Normalisierung des Blutflusses führt)

Am ersten Tag nach der Operation erfolgt der Verbandswechsel. Die vorher angepassten Kompressionsstrümpfe werden angezogen und sollten für sechs Wochen tagsüber getragen werden. Ab dem zweiten postoperativen Tag ist Duschen erlaubt. Fäden werden ab dem 10. postoperativen Tag gezogen.

Radiowellentherapie bei Krampfadern (VNUS Closure Fast)

Bei der Radiowellen Closure FAST-Therapie wird die Vene mit einer Sonde von innen abschnittsweise in 7cm langen Segmenten gleichförmig erhitzt und verschlossen.  Die Vene bleibt somit im Körper und wird abgebaut.

Diese Methode findet bei der Behandlung von langstreckigen Stammvenen  und gerade verlaufender Seitenastvarizen Verwendung.

Zunächst erfolgt die Punktion der Vene am unteren  Insuffizienzpunkt, dann wird  die Sonde  in den zu behandelnden Bereich geschoben. Die Operation wird von Ultraschallkontrolle begleitet, um die korrekte Lage der Sonde zu sichern.

 

 

Der 7cm lange Stab am Ende der Sonde (s. Bild ) wird durch Radiowellenenergie auf 120° erhitzt und verschweißt dann die Vene. Die Indikation zur Radiowellentherapie stellt sich nur dann, wenn der Patient von dem Eingriff mehr Vorteile als Risiken erwarten kann.

Varizenverödung

Besenreiser nennt man feine Äderchen, die sich direkt in den obersten Schichten der Haut befinden. Für viele Menschen mit Besenreisern sind die erweiterten Äderchen lediglich ein kosmetisches Problem.

Prinzipiell wird bei ausgeprägter Varikosis erst die operative Sanierung vorgenommen. Im Anschluss wird bei Verödungswunsch mit Ihnen zusammen ein Therapie- und Kostenplan erstellt. Das Verödungsmittel wird mit einer sehr dünnen Nadel in die erkrankte Vene gespritzt. Der Stich ist leicht spürbar, die Verabreichung des Verödungsmittels aber in der Regel schmerzfrei. Danach sollte für einige Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Wie bei der Radiofrequenztherapie stellt sich der endgültige Behandlungserfolg erst nach Wochen ein, wenn Ihr Körper die kranken Venen erfolgreich abgebaut hat.

Funktionsdiagnostik mittels Farbduplexsonographie und Ultraschalldopplersonogarphie

In der Duplexsonographie werden die Beinvenen beurteilt. Die Untersuchung ist nicht invasiv, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung. Sie ist die wichtigste Untersuchung, wenn der Verdacht auf eine Thrombose vorliegt.

In der Untersuchung ist eine präzise Beurteilung der Venen und deren Funktion möglich. Die Duplexsonographie der Venen wird auch im Rahmen der Diagnostik der chronisch venöse Insuffizienz und Varikosis angewandt.

So beugen Sie Krampfadern vor:

Mit folgenden Maßnahmen entlasten Sie Ihre Venen und beugen der Entstehung von Krampfadern und somit deren Beschwerden vor:

  • Treiben Sie regelmäßig Sport, wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren. Das kräftigt die Muskelpumpe.
  • Schlagen Sie nicht die Beine übereinander, denn das drückt eventuell die Venen in der Kniekehle ab und kann somit die Blutzirkulation hemmen.
  • Tragen Sie bequemes Schuhwerk, da hohe Absätze negativ auf die Venenfunktion wirken.
  • Meiden Sie extreme Hitze wie Sonne oder Sauna.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht.
  • Wechselduschen und kaltes Wasser verbessern die Blutzirkulation.
  • Beachten Sie folgende Regel: Sitzen und Stehen ist schlecht, Laufen und Liegen besser.
  • Umstritten ist, ob Arzneimittel Krampfadern vorbeugen können.
  • Achten Sie besonders in der Schwangerschaft auf Ihre Beinvenen. Zeigen sich erste Hinweise auf Krampfadern, empfiehlt es sich, Kompressionstrümpfe zu tragen.

Lipödem und Lymphödem: Diagnostik, Therapie und individuelle Beratung

Neben Arterien und Venen verfügt unser Körper über ein drittes, ebenso bedeutendes Lymphgefäßsystem. Als Transportsystem entsorgt es pro Tag bis zu vier Liter Lymphe – eine Mischung aus Eiweiß, Stoffwechselabfällen, Entzündungsprodukten, Fett und Wasser – aus dem Gewebe.

Eine Stauung im Lymphgefäßsystem führt zu einer sicht- und tastbaren Schwellung des Gewebes (Lymphödem).

Störungen des Lymphgefäßsystems können angeboren sein (primäres Lymphödem) oder Folge einer Operation, von Bestrahlung, Infektionen oder Verletzungen sein (sekundäres Lymphödem).

Bei der Vorstellung des Patienten kann der Facharzt anhand der Befragung  und durch gründliche Untersuchung erkennen, um welche Art von Ödem es sich handelt.

Bei unklarem Krankheitsbild kann mit einer Funktionslymphszintigraphie  ein angeborenes Lymphödem nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden.

Info: Lipödem

ist eine angeborene, chronische Erkrankung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Die Ursachen sind  nicht endgültig geklärt. Typisch ist eine  schmerzhafte Fettgewebsvermehrung der Oberschenkel ( manchmal auch der Oberarme) mit vermehrter Blutergussbildung. 

Lipödeme

sind keine Fettpolster, die durch Übergewicht entstanden sind. Jedoch wirkt sich Gewichtsreduktion in Verbindung mit Sport (mit Kompression!) positiv aus. Gewichtszunahmen sollten in jedem Fall vermieden werden.

Diagnostik und Therapie der Thrombose und Thrombophlebitis

Diagnostik und Therapie des Ulkus cruris

Mit fortschreitender unbehandelter Erkrankung kommt es in Folge der Abflussstörung des Blutes zu schweren Schäden im Bein und ein offenes Bein, das sogenannte Ulcus cruris, kann entstehen. Unsere zertifizierte Wundschwester (s. Bild) versorgt kompetent die offene Wunde und wickelt anschließend das Bein.