Unsere Sprechzeiten

Hernien Sprechstunde:

Montag:14:00 - 16:00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr

Hiervon offene Sprechstunde:

Montag: 14:00 - 16:00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 08:30 Uhr

Liebe Patientin, lieber Patient

Sie wurden oder werden am Leistenbruch, Nabelbruch oder Narbenbruch operiert. Wir möchten Ihnen hiermit einige Antworten auf häufige Fragen zur OP und der Zeit danach geben.

Hernien-OP – Merkblatt für Patienten

Am OP-Tag kommen Sie zu der festgelegten Zeit (Anruf erfolgt am Vortag bzw Freitag) und melden sich im OPA (operatives Aufnahmezentrum) bzw auf der Station (E4; K3; F2). Dort werden Sie für die OP vorbereitet. Anschließend werden Sie in den OP gebracht und die Operation wird durchgeführt. Nach der OP kommen Sie auf die chirurgische Station. Im Allgemeinen werden Sie noch am OP-Tag mobilisiert. Die Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt meist am 1. bzw. 2.Tag nach der OP. Bei Narbenbrüchen ist es häufig der 3. bzw. 4.Tag nach der OP. Am Entlassungstag erhalten Sie einen Entlassungsbrief und die Medikamente bis zum Folgetag.

Sobald die Allgemeinnarkose oder die Rückenmarksnarkose abgeklungen ist, dürfen Sie sich aktiv bewegen. Im Ausnahmefall legt der Operateur ein anderes Vorgehen fest. Grundsätzlich sind leichte bis mäßige Schmerzen nach der OP normal. Sie erhalten ausreichend Schmerzmedikamente, um ihre aktive Mobilisation zu ermöglichen. Standardmäßig sollten Sie diese Medikamente auch für die erste Woche nach der OP regelmäßig einnehmen. Damit wird verhindert, dass die Beschwerden zu stark werden. Die Gefahr einer Abhängigkeit von den Schmerzmedikamenten ist bei der insgesamt kurzen Einnahmezeit nicht gegeben. (kein oder wenig Schmerz ist hier besser als immer wieder auftretende starke Schmerzen! Dies erfordert sonst häufig höhere Mengen an Schmerzmedikamenten). Standardmäßig kommen Sie mit 4x1 bis 4x2 Tabletten Novaminsulfon aus.

(Vorbeugung von Blutgerinnsel in den Venen)
Eine Thromboseprophylaxe wird im Allgemeinen nur während des stationären Aufenthaltes durchgeführt. Da Sie sich zu Hause wieder normal bewegen, ist dies dort nicht mehr notwendig. Sollten Sie bereits vorher Blutverdünnungsmittel (ASS; Falithrom; Plavix etc) einnehmen, werden diese nach entsprechender Absprache zur OP abgesetzt. Im Normalfall können diese nach der OP wieder unverändert eingenommen werden.

Leichte Schwellungen im OP-Bereich sind im Allgemeinen als normal anzusehen. Dies ist eine natürliche Reaktion des Körpers im Rahmen des Heilungsprozesses. Bei Unsicherheiten bitten wir Sie um erneute Vorstellung in unserer Sprechstunde (Tel. 0385-5202470). Sollte hier eine größere Ansammlung von Wundwasser bzw. Bluterguss festgestellt werden, wird man in den meisten Fällen einige Zeit (bis zu 6 Monate) abwarten. Innerhalb dieser Zeit wird der Körper das Wundwasser bzw den Bluterguss vollständig beseitigen. Eine erneute Operation ist deshalb in den seltensten Fällen notwendig.

Bei der Schlüsselloch-Operation wird Gas (Kohlendioxid) in den Bauch gepumpt. Am Ende der Operation wird dies wieder aus dem Bauch entfernt. Dies gelingt allerdings nicht immer vollständig. Ein Teil des Gases gelangt in das Bindegewebe (ungefährlich). Nach der Operation können somit ein „geblähter“ Bauch bzw Schmerzen im Bereich der Schulter auftreten. Diese Symptome verschwinden in den meisten Fällen innerhalb einiger Tage. Manchmal treten nach der OP auch Stuhlunregelmäßigkeiten auf. Auch diese normalisieren sich dann, wenn Sie wieder zu Hause sind.

Das ist individuell unterschiedlich. Im Allgemeinen sollten ca. 14 Tage Schonung erfolgen. Danach kann fast Jeder wieder seiner normalen Tätigkeit nachgehen. Im Einzelfall und bei besonders großen Narbenhernien ist eine körperliche Schonung für 4 bis 6 Wochen notwendig. Dies hängt auch von dem eigentlichen Arbeitsplatz ab. (Bürotätigkeit schneller als schwere körperliche Arbeit). Hier muss grundsätzlich auch zwischen netzfreien und netzbasierten Operationen unterschieden werden. Mit Netzeinlage ist meistens eine schnellere Vollbelastung möglich. Eine Begrenzung auf eine bestimmte Kilogrammzahl halten wir nicht für sinnvoll, da diese nur schwer einzuschätzen ist. Der Schmerz bestimmt die Belastungsgrenze. Trotz kleiner äußerer Schnitte erfolgt im Inneren des Körpers das Gleiche, als ob man einen großen Bauchschnitt durchführt.

Hier gilt das Gleiche. 2 Wochen Schonung kann nicht schaden. Danach entsprechend der noch vorhandenen Beschwerden belasten. Wenn es weh tut, einfach eine Pause einlegen.
Kraftsport sollte allerdings frühestens wieder nach ca 4 Wochen betrieben werden (bzw nach individueller Rücksprache mit Ihrem Operateur).

In den meisten Fällen wird die Wunde so verschlossen, dass kein Faden entfernt werden muss. In seltenen Fällen erfolgt ein Wundverschluss mit Hautklammern. Diese können nach ca. 10 Tagen durch den Hausarzt entfernt werden. Alternativ kommen Sie zu uns in die Sprechstunde und wir erledigen dies. Ein Schutzverband ist im Allgemeinen ab dem 2.postoperativen Tag nicht mehr notwendig. Duschen ist ab diesem Zeitpunkt möglich. Baden sollte erst nach dem endgültigen Wundverschluss (ca 14 Tage) erfolgen.

Vor der OP dürfen Sie bis Mitternacht etwas Essen. Trinken (klare Flüssigkeiten) ist bis 06.00 Uhr morgens am OP-Tag möglich.
Wenn Sie nach der OP ausreichend wach sind, können Sie im Allgemeinen wieder normal Essen und Trinken. Durch den Operateur können individuell auch Abweichungen hiervon festgelegt werden.

Grundsätzlich stehen wir Ihnen nach der Entlassung jederzeit zu weiteren Fragen zur Verfügung. Sie können sich entweder in unserer Ambulanz (0385-5202470) oder im Helios MVZ Schwerin (0385-5203645) melden. Bei akuten Problemen ist unsere Notfallambulanz 24 Stunden (Tel. 0385-5205696) besetzt.