Radiologie: Magnetresonanztomographie

MVZ Leipzig: Gohlis Radiologie - MRT

Was ist das? Wo wird es eingesetzt?

Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem zur Erzeugung der Bildgebung keine Röntgenstrahlen notwendig sind. In diesem Falle werden Radiowellen in einem Magnetfeld genutzt.

Das Prinzip der Untersuchung besteht darin, dass sich die Kerne der Wasserteilchen, aus denen unser Körper zu einem großen Teil besteht, im Magnetfeld bewegen und ausrichten. Durch rasch aufeinander folgende Schaltvorgänge werden die Wasserteilchen für das bloße Auge unmerklich angeregt und senden Signale aus. Diese Signale werden registriert und durch aufwändige Rechenvorgänge in ein Bild umgerechnet. Die Schaltvorgänge, die sehr rasch aufeinander folgen, können Sie als laute Klopfgeräusche wahrnehmen.

Das MRT ist das genaueste bildgebende Verfahren, insbesondere zur Untersuchung von Weichteilgewebe. Dadurch ist es hervorragend geeignet zur Beurteilung von z. B. Hirn und Rückenmark, Wirbelsäule und Gelenken in allen Körperregionen. Aber auch die inneren Organe wie die Leber oder Beckenorgane sind hervorragend beurteilbar. Durch bestimmte Untersuchungsmethoden kann man auch das Gefäßsystem darstellen (so genannte Magnetresonanzangiographie).

Was ist zu beachten?

Wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen, dürfen Sie nach heutigem Wissensstand nicht ambulant im MRT untersucht werden. Wenn bei Ihnen Herz- oder Gefäßoperationen durchgeführt wurden, teilen Sie uns dies bitte mit bzw. legen uns entsprechende Unterlagen über evtl. eingebrachte Fremdkörper (z. B. Gefäßclip) vor. Diese Operationen stellen in der Regel kein Problem für eine MRT-Untersuchung dar. Auch wenn eine Knie- oder Hüftendoprothese eingebracht wurde, ist eine MRT-Untersuchung des Körpers möglich. Fragen Sie uns einfach, wenn Sie unsicher sind.

Manchmal sollten jedoch Untersuchungen im MRT unterlassen werden, insbesondere dann, wenn metallische Fremdkörper (besonders, wenn sie magnetisch sind) an sensiblen Körperstellen liegen (z. B. im Auge).

Während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, sollte eine MRT-Untersuchung nur bei dringender Notwendigkeit durchgeführt werden.

Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Nachweise darüber, dass sich eine MRT schädlich auf den menschlichen Körper auswirkt.

Wir verfügen über ein modernes 1,5 Tesla-MRT-Gerät mit einem besonders großen Tunneldurchmesser von 70 cm. Dies erhöht, besonders bei kräftigen Patienten oder solchen, die unter Platzangst leiden, den Untersuchungskomfort. In schweren Fällen von Platzangst können wir Ihnen vor der Untersuchung ein angstlösendes Mittel verabreichen. Danach sind Sie allerdings nicht verkehrstauglich.

Für die MRT-Untersuchung ist eine Terminvereinbarung notwendig. Termine können entweder telefonisch oder vor Ort in unserer Praxis vereinbart werden.

Wichtig! Sollten Sie zu einem vereinbarten Termin verhindert sein, bitten wir Sie dringend darum, rechtzeitig, d. h. mindestens einen Tag vorher, abzusagen. Der frei werdende Termin würde einem anderen Patienten weiterhelfen.

Vor der Untersuchung müssen Sie in der Umkleidekabine alle metallischen Gegenstände ablegen. Dazu gehören auch Schmuck, Uhr, Haarnadeln, Kugelschreiber, Schlüssel, lose Zahnprothesen, Magnetkarten (z. B. Kreditkarten). Während der Untersuchung können Sie ein leichtes T-Shirt oder Unterhemd tragen, das keine Metallapplikationen oder Schmucksteine enthalten darf.

Zur Untersuchung werden Sie von der Assistentin auf dem Untersuchungstisch positioniert. In Abhängigkeit von der zu untersuchenden Körperregion legt die Assistentin eine so genannte Spule an Ihren Körper an, die der Signalregistrierung dient. Anschließend werden Sie in den MRT-Tunnel hineingefahren. Dabei liegt die zu untersuchende Körperregion stets in der Mitte des Magneten. Die Assistentin wird während der Untersuchung den Raum verlassen, um die erforderlichen Messungen zu planen und zu starten. Sie werden während der gesamten Untersuchung überwacht und können jederzeit mit der Assistentin per Mikrofon kommunizieren. Außerdem halten Sie während der gesamten Zeit einen Alarmknopf in Ihrer Hand, über den Sie jederzeit Hilfe rufen können.

Während der Untersuchung ist es erforderlich, dass Sie absolut ruhig liegen, da jede Bewegung die Bildqualität stört. Manchmal können Messungen infolge von Bewegungen unbrauchbar sein. Den Beginn einer Messung hören Sie selbst immer dann, wenn die Intensität der Klopfgeräusche zunimmt.

Je nach Fragestellung kann die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich sein. Dazu wird Ihnen eine Flexüle in eine Armvene eingelegt. Die Kontrastmittel sind keine herkömmlichen, jodhaltigen Röntgenkontrastmittel. Sie sind Gadolinium-Präparate und werden in der Regel hervorragend vertragen. Selten kann es jedoch auch hier zu Nebenwirkungen kommen, auf die wir selbstverständlich vorbereitet sind.

Vor der Untersuchung werden Sie daher im Warteraum noch mal zu Vorerkrankungen und eventuellen Allergien bzw. vorangegangenen Untersuchungen befragt.

Finden Sie sich daher etwa 15 Minuten vor dem Untersuchungstermin ein. Diese Zeit wird für die Vorbereitung der Untersuchung benötigt. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung etwa 15 bis 30 Minuten. Planen Sie bitte einen Zeitumfang von etwa 45 Minuten bis eine Stunde insgesamt ein.

 

Was passiert mit dem Befund?

Während der Untersuchung werden zahlreiche Bilder gewonnen, die sorgfältig vom Arzt ausgewertet werden. Das erfolgt zeitnah. Der schriftliche Befund wird Ihrem behandelnden (überweisenden) Arzt innerhalb einer Woche per Post zugeschickt. In dringenden Fällen erfolgt die Befundübermittlung per Fax. Alles Weitere besprechen Sie dann bitte mit Ihrem behandelnden Arzt. Die Bilder können Ihnen im Anschluss an die Untersuchung auf einer CD mitgegeben werden. Diese erhalten Sie an der Anmeldung.