Klumpfuß

Der Klumpfuß ist meist eine angeborene Fehlstellung. Aber auch nach Unfällen oder Nervenerkrankungen kann diese Erkrankung entstehen.

Klumpfuß im Kindesalter

In den meisten Fällen wissen die werdenden Eltern bereits während der Schwangerschaft durch die mittlerweile weit verbreitete und angewandte Feindiagnostik, dass ihr Kind mit Klumpfüßen zur Welt kommen wird.

In einem solchen Fall sollten Sie sich eine Entbindungsklinik mit einer stetig verfügbaren orthopädischen Abteilung wie die HELIOS Weißeritztal-Kliniken wählen, um von Geburt an eine optimale Betreuung zu gewährleisten.


Nach der Geburt wird, so rasch es geht, mit einer speziellen Gipsbehandlung begonnen.


Besonders in den letzten Jahren hat sich die Behandlung des angeborenen Klumpfußes wesentlich verändert. Wurden vor Jahren noch fast alle Klumpfüße operiert, so hat sich jetzt die "PONSETI"-Methode durchgesetzt. Bei dieser Behandlung kommt es darauf an, die Pathologie des Klumpfußes genau zu verstehen und die Deformität in einzelnen Schritten aufzulösen und zu behandeln. Dadurch kann meistens eine größere Operation am kindlichen Fuß vermieden werden.


Die Behandlung erfolgt in der Regel mit einer Gipsredression, die möglichst rasch nach der Geburt begonnen wird. Die Gipsverbände werden in den ersten ca. 6 Wochen einmal wöchentlich gewechselt. Danach erfolgt, meist unter örtlicher Betäubung, eine "Mini"-Operation mit Durchtrennung der Archillessehne, die jedoch in den kommenden Wochen in optimierter Position wieder verwächst. Daran schließt sich ein dreiwöchiger Gips an.
Nach der Gipsruhigstellung werden die Füße in einer Spezialschiene fixiert, die die ersten 4 Monate ständig und anschließend nur noch nachts getragen werden muss.
Die Kinder können somit normal krabbeln und laufen lernen und werden in ihrer körperlichen Entwicklung nicht beeinträchtigt.
Eine "große" Operation mit Vollnarkose ist somit nicht mehr notwendig.


Die Ponseti-Methode kann auch bei bereits mit anderen Behandlungsverfahren behandelten Kindern oder bei anderen Gründen der Deformität im höheren Kindesalter eingesetzt werden.


Gern können Sie sich in unserer kinderorthopädischen Sprechstunde vorstellen.

 

Klumpfußfehlstellungen bei Erwachsenen

Bei klumpfußähnlichen Fehlstellungen im höheren Lebensalter kommen fast ausschließlich versteifende Verfahren für das obere und/oder untere Sprunggelenk in Betracht. Dies kann mit Schrauben, Klammern oder Spezialnägeln geschehen.


Eine Sprunggelenksversteifung macht meist einen sechswöchigen Liege- und anschließenden Gehgips für weitere sechs Wochen notwendig. In Ausnahmefällen kann auch mit einem sogenannten "Walker" nachbehandelt werden.


Sind die Knochen in der gewünschten Stellung gut miteinander verheilt, können Sie mit einer entsprechenden unauffälligen Schuhzurichtung wieder normal laufen.