Operative Therapie

Erkrankungen des Ellenbogens

Es gibt eine Vielzahl an Erkrankungen des Ellenbogens. Hier finden Sie eine Übersicht.

Bursitis Olecranii

Die Schleimbeutelentzündung am Ellenbogengelenk wird meist durch mechanische Belastung verursacht. Aus diesem Grund wird sie im angloamerikanischen Sprachgebrauch auch als Students elbow „Studentenellenbogen“ bezeichnet, weil diese sich beim vielen Lernen immer auf den Ellenbogen aufstützen und somit die Entzündung des Schleimbeutels verursachen. Eine seltenere Ursache für die Schleimbeutelentzündung ist ein knöcherner Sporn, der den Schleimbeutel von innen reizt.

Klinisch zeigt sich eine manchmal nahezu groteske Schwellung über der Spitze des Ellenbogens, welche wie ein wassergefüllter Sack hin und her schwappt. Auch die üblichen Entzündungszeichen „Rötung-Schwellung-Überwärmung-Schmerzen-Funktionsverlust“ können sich dazu ergänzen. In der Regel reicht es bei nicht bakteriell infizierten Schleimbeutelentzündungen, die Flüssigkeit aus dem Schleimbeutel mit einer Spritze abzuziehen und den Schleimbeutel mit Cortison anzuspritzen. Entzündungshemmende Verbände ergänzen die Therapie.

Sollte es dennoch zu einer chronischen Bursitis kommen, kann der Schleimbeutel operativ entfernt werden. Nähere Informationen erhalten sie über die Vorgehensweise bei diesem Eingriff bei jedem Arzt in unserer Praxis.

Als Tennisarm bezeichnet man die Sehnenansatzentzündung der Muskelgruppe der Handgelenkstrecker am äußeren Ellenbogen. Vom Golfarm ist bei der Sehnenansatzentzündung der Muskelgruppe der Handgelenkbeuger am inneren Ellenbogen die Rede.

Natürlich muss man nicht Tennis oder Golf spielen, um an derartigen Entzündungen zu leiden. Jede starke, ungewohnte körperliche Überlastung, kann sie verursachen.

Konservativ steht eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Dennoch ist eine Ausheilung nicht garantiert. Im schlimmsten Fall wird eine Operation erforderlich. Hierbei wird der Ansatz der Streck- oder Beugemuskeln des Unterarmes über einen kleinen Schnitt vom Knochen abgelöst und dadurch der chronische Schmerzzustand zumeist beseitigt. Nähere Informationen erhalten sie über die Vorgehensweise bei diesem Eingriff bei jedem Arzt in unserer Praxis.

Die seltenen freien Gelenkkörper verursachen im Ellenbogen oftmals starke Beschwerden, welche mit der Unfähigkeit das Gelenk zu bewegen einhergehen. Eine sofortige Entfernung der freien Gelenkkörper ist dringend erforderlich, weil der Knorpel des Ellenbogengelenkes durch die freien Gelenkkörper zerstört werden kann. Dies erfolgt zumeist arthroskopisch. Aber auch eine offene Entfernung der Gelenkkörper ist manchmal erforderlich.

Das Sulcus-ulnaris-Syndrom oder Kubitaltunnel-Syndrom ist eine Druckschädigung des Nervus ulnaris am Ellbogen. Der Nervus ulnaris verläuft im Bereich des Ellbogens in einer gut tastbaren Knochenrinne nur durch wenig Bindegewebe geschützt.

Da der Nerv an dieser Stelle so ungeschützt ist, ist er anfällig für Verletzungen durch Druck und Zug (bei Beugung im Ellbogen). Durch wiederholte Bewegungen oder ständige Belastung kann es zu Reizung und schließlich Schädigung des Nervens kommen.

Therapeutisch ist für den Patienten das Verständnis des auslösenden Mechanismus und eine Änderung der täglichen Gewohnheiten wichtig(Auflegen des Ellbogens am Fensterrahmen des Autos, Aufstützen des gebeugten Ellbogens etc). Parallel muss versucht werden, mit Polstern oder durch Schienung eine Druckentlastung des Nerven herbeizuführen.

Nur bei chronischen und weiter fortschreitenden Symptomen ist eine Operation notwendig. Eine Methode verlegt den Nerv aus der Knochenrinne Richtung Ellenbeuge in eine geschütztere Lage. Einfacher und vor allem schonender ist das Durchtrennen des Gewebes, das den Nerv im Bereich des Ellenbogen umgibt. Bei der mit der Heilung verbundenen Vernarbung des Gewebes verlängert sich dieses und der Druck auf den Nerv lässt nach.

Die Operationsmethoden sind in erster Linie darauf ausgelegt, den weiteren Verlauf des Syndroms zu stoppen. Aber auch die Chancen einer Heilung des Nervs sind gut. Die akuten Symptome, wie z. B. ein unangenehmes Kribbeln in der Hand lassen rasch nach, schwere sensible Einschränkungen können jedoch je nach Schwere der Einklemmung erst nach einem Jahr verschwinden, wobei man als Faustregel davon ausgehen kann, dass sich der Nerv in einem Monat um 3-4 cm regeneriert.

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