Chirurgie

Venen

In der chirurgischen Abteilung des Helios Orthopädisches Zentrum Wittenau bieten wir folgendes Leistungsspektrum:

Krampfadern schonend und effektiv mit Laserenergie behandeln

Sie sind nicht gerne gesehen und sorgen unbehandelt für erhebliche gesundheitliche Folgen. Krampfadern, auch Varizen genannt, sind bei 50 bis 80 Prozent der Bevölkerung zu finden. Mittels Lasertherapie können sie jedoch effektiv behandelt werden. Spezialist auf diesem Gebiet ist der Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Dirk Freudiger aus Berlin.

Das Venensystem der Beine hat die Aufgabe, das sauerstoff- und nährstoffarme Blut zum Herz zu befördern. Ermöglicht wird dies durch die Muskel- und Pumpfunktion des Herzens und der Venenklappen. Die umgebenden Muskeln drücken dabei die Venen zusammen und pumpen so das Blut weiter. Dieser Vorgang ist auch als Muskel-Venen-Pumpe bekannt.

Bei schwachen Venenwänden oder Venenklappen kann es der Fall sein, dass diese nicht mehr richtig schließen. So kommt es zu einer Insuffizienz der Venenklappen, bei der sich das Blut in den Venen staut und sie dabei dauerhaft dehnt. In der Folge treten chronisch venöses Hautveränderungen auf. Schreitet die Erkrankung fort, so erweitern sich die Venen noch mehr und die Venenklappen büßen ihre Funktion ein. Begünstigt werden kann dies durch ein Blutgerinnsel (Thrombose) in der tiefen Hauptvene oder einen erhöhten Blutdruck in den Venen. Da die Zirkulation des Blutflusses in den Venen gestört ist, sucht sich das Blut andere Wege um zurück zum Herzen zu gelangen. Dies geschieht meist über die oberflächlichen Venen, die dadurch überlastet werden.

 

Risikofaktoren

Bekannte Risikofaktoren für eine Bildung von Krampfadern sind ein Mangel an Bewegung in Verbindung mit einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit, ballaststoffarme Ernährung, zu enge Kleidung, Übergewicht und Rauchen. Da sich das weibliche Geschlechtshormon Östrogen negativ auf die Elastizität von Venen auswirkt, bekommen Frauen etwa 3-mal häufiger Krampfadern als Männer.

„Neben dem ästhetischen Aspekt können Varizen unbehandelt viele negative gesundheitliche Folgen haben. Sie können zu Leistungsschwächen führen als auch Venenentzündungen, Thrombosen sowie daraus resultierende Lungenembolien und schmerzhafte offene Beine hervorrufen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung unbedingt erforderlich", erklärt Dr. Freudiger.

 

Die Lasertherapie / Radiofrequenzobliteration

Bei dem noch relativ jungen Verfahren schaltet man die betroffenen Venenäste auf eine schonende Art und Weise aus. Dafür ist nur ein kleiner Eingriff notwendig, sodass kaum sichtbare Anzeichen zurückbleiben.

Dr. Freudiger erläutert die Vorgehensweise bei dieser Therapie:

„Übereine kleine Kanüle, die sich in der betroffenen Vene befindet, schiebt man einen Draht bis in die Leistenregion vor. Anschließend erwärmt man mit Laserenergie (oder bei einem ähnlichen Verfahren mit Radiowellen) diesen Draht an dessen Spitze (circa die ersten 7 cm) und zieht ihn anschließend langsam zurück. Durch die Wärmeeinwirkung werden die Venenwände von innen her verschlossen und die Krampfadern bilden sich zurück".

Nach dem Eingriff sollen Kompressionsstrümpfe noch etwa zwei Wochen lang getragen werden, da sie den Bluttransport in die übrigen Venen anregen.

Was sind Krampfadern genau?

Unter Varizen versteht man knotenförmige, erweiterte Venen, die mit ihrer geschlängelten oder verästelten Form an der Hautoberfläche liegen. Sie sind zu 90 Prozent in den Beinen zu finden, können aber auch an anderen Stellen auftreten, beispielsweise unter der Schleimhaut der Speiseröhre (bei Leberzirrhose) oder im Bereich der Schamlippen, des Schamhügels oder der Hoden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren erweist sich die Lasertherapie /Radiofrequenztherapie als viel schonender, da der Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie erfolgt. Der Patient hat in der Regel geringe Schmerzen nach dem Eingriff, selten Taubheitsgefühle und ist meist schnell wieder auf den Beinen und einsatzbereit.

 

Kombinationstherapien möglich

Sollten bei der Erkrankung nicht nur die Hauptvenen, sondern auch Nebenvenen betroffen sein, so kann eine Schaumsklerosierung vorgenommen werden. Dabei wird ein spezielles Mittel (Wirkstoff Polidocanol) mit Luft versetzt und aufgeschäumt. Diesen Schaum injiziert man anschließend mit einer ultrafeinen Kanüle in die betroffenen Venen. Dies führt zu einer Verödung, bei der sich die Innenwände der Venen verschließen bzw. verkleben. Diese moderne Form der Verödungsbehandlung ist besonders nebenwirkungsarm, da nur geringere Konzentrationen und Mengen des Verödungsmittels notwendig sind.

 

Das Thema Kosten

Die Kosten der Behandlung werden von manchen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die notwendige Antragstellung kann mit Unterstützung direkt in der Berliner Praxis erfolgen. Setzen Sie sich dazu einfach direkt mit Dr. Freudiger in Verbindung.

 

Besenreiser

Besenreiser sind kleine, direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen (Varikose) Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf und können Folge einer angeborenen Veranlagung sein oder infolge einer Stauung im Venensystem entstehen. In diesem Fall verlieren die Venen durch erhöhten Druck ihre Elastizität.

Durch das Weiten, werden die Venen als rot-bläuliche Gefäßstrukturen sichtbar. Vor einer Behandlung wird das gesamte Venensystem untersucht, um ein Krampfaderleiden, eine Veneninsuffizienz sowie krankhafte Verbindungsvenen zu erkennen. Diese Untersuchung erfolgt mittels Ultraschall oder Duplexsonografie. Man kann Besenreiser durch Verödung / Sklerosierungstherapie unsichtbar machen. Bei der Verödung wird ein geeignetes Verödungsmittel direkt in die Besenreiser eingespritzt.

 

Venenstripping

Hierbei handelt es sich um eine klassische operative Methode bei Krampfadern. Diese Methode wird ambulant oder stationär unter Vollnarkose, Teilnarkose oder lokaler Anästhesie durchgeführt. In einen sogenannten Stripping Verfahren wird die Stammvenenkrampfader durchtrennt und gezogen.

 

Crossektomie

Bei der Crossektomie handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff bei der Therapie von Krampfadern. Hier wird die Crosse (Einmündung der größten Beinvene) operativ im Bereich der Leiste entfernt.

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