Praxis für Innere Medizin

Magenballon

Magenballon

Der Magenballon ist eine nicht-operative Methode zur Behandlung übergewichtiger und adipöser Patienten.

Prinzipiell kann jeder Pat. der abnehmen möchte und keine schlimmen Magen-Darm- (Probleme mit Anlage) oder Herzerkrankungen (Probleme mit Medikamenten) hat die endoskopische Therapie mit einem Magenballon durchführen lassen.  Der Magenballon ist allerdings insbesondere für Patienten gedacht, die trotz umfangreicher Ernährungsberatung, langjähriger Diät oder auch medikamentöser Therapie, ihr Übergewichts nicht ausreichend reduzieren konnten. Hier kann das System mit einem Magenballon gute zusätzliche Erfolge bezüglich Gewichtsreduktion leisten.  Aktuelle Studienergebnissen  zeigen, dass mit einem Magenballon bis zu 15 kg zusätzlich Gewicht reduziert werden kann in 12 Monaten. Die besten Ergebnisse sind zu erwarten für Patienten die sich anhand ihres Body Maß Index im Bereich Übergewicht (BMI 25-29,9) bewegen aber auch Patienten mit Adipositas Grad I (BMI 30-35) sowie in Einzelfällen Patienten mit Adipositas Grad II ohne Begleiterkrankungen (BMI 35-40). Bei Patienten mit Adipositas Grad III bzw. Grad II mit Begleiterkrankungen sollte er eine operative Therapie (z.B. Magenverkleinerung) in Erwägung gezogen werden.

Der Magenballon wird über eine Magenspiegelung ambulant im MVZ unter Narkose in den Magen eingelegt und mit Wasser gefüllt. Es handelt sich um eine Art  „Silikonkissen“. Das System verbleibt ca. 12 Monate im Magen und führt entsprechend zu einer Magenverkleinerung (Volumen reduziert=weniger Hunger). Der Ballon ist ca. mit 500-700ml Wasser gefüllt. Nach 12 Monaten wird das System wieder über eine zweite Magenspiegelung entfernt. Komplikationen sind sehr selten. 

Der Patient erhält zusätzlich durch unsere Diabetesberaterin eine Ernährungsberatung. Die ersten 14 Tage benötigt der Pat. wegen auftretender Übelkeit begleitend Medikamente. Zudem ist, vor allem die ersten Tage nach Anlage des Magenballons, für den Patienten nur flüssige bzw. passierte Kost erlaubt (Kostplan wir erarbeitet). Im weiteren Verlauf kann der Patient dann wieder jede gewünschte Nahrung, allerdings in kleineren Mengen, zu sich nehmen. Es erfolgt eine engmaschige Betreuung durch unser Team. Oberarzt Dr. Leissring steht den Patienten, auch 24 Stunden per Telefon zur Verfügung. Begleitend sollten die Patienten natürlich eine kalorienreduzierte Kost zu sich nehmen, auf hochkalorische Getränke(„Softdrinks“)  und Alkohol möglichst verzichten und zwei- bis dreimal die Woche leichten Ausdauersport durchführen. Das System wird nach 12 Monaten wieder entfernt. Bei Patientenwunsch ist auch nach Ablauf eines Intervalls von mehreren Wochen eine nochmalige Anlage eines neuen Systems möglich.